Das Programm der Verler Literaturtage 2021


Nach einem Jahr Pause gibt es im November wieder die Verler Literaturtage. Der Vorverkauf startet am Mittwoch, 22. September.

Zum Abschluss der Literaturtage ist auf vielfachen Wunsch noch einmal Bestseller-Autorin Anne Gesthuysen zu Gast. Foto: Stephan Pick

Verl (gl) - Autorinnen und Autoren live zu erleben ist für Literaturfreunde immer ein besonderes Erlebnis. Deshalb heißt es vom 8. bis 15. November in Verl wieder „Literatur live“. Bei den 5. Verler Literaturtagen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf spannende Themen und beste Unterhaltung freuen, wenn unter anderem Sprach-Akrobat Marcus Jeroch, Couchsurfer Stephan Orth, Podcaster Philipp Fleiter und Beststeller-Autorin Anne Gesthuysen zu Gast sind. Eintrittskarten für die Reihe können ab Mittwoch, 22. September, reserviert werden.

Die Programmpunkte waren zum größten Teil bereits im vergangenen Jahr geplant, mussten aber coronabedingt abgesagt beziehungsweise erschoben werden. Umso mehr freut sich das Organisationsteam, dass die Literaturtage in diesem Jahr nach aktuellem Stand wieder stattfinden können, wenn auch noch nicht an den sonst üblichen ungewöhnlichen Leseorten, die zwar viel Charme haben, aber in der Regel keinen Platz für Abstandsregeln bieten. Deshalb wurde das Schulzentrum als Veranstaltungsort gewählt.

Couchsurfing in Saudi-Arabien

Couchsurfer Stephan Orth ist am 9. November in Verl zu Gast. Foto: EsfandiariDen Auftakt übernimmt Marcus Jeroch am Montag, 8. November, 19.30 Uhr, und serviert im Pädagogischen Zentrum einen skurril-fantastischen Mix aus Wort und Jonglage. Unter dem Titel „Anders gedeutscht“ wirbelt er über die Bühne, wirft mit Worten, Hüten und Bällen um sich, tauscht den Wort-Sinn und taucht ein in die Sprache bis zu Wahn und Tiefenrausch.

Couchsurfer Stephan Orth nimmt sein Publikum am Dienstag, 9. November, 19.30 Uhr, im Gymnasium mit auf eine Reise durch Saudi-Arabien. Pointiert und gleichzeitig nachdenklich beschreibt er ein Land, das bereits in vielerlei Hinsicht zahlreiche Fortschritte gemacht hat, in anderen Bereichen aber noch einen weiten Weg zu gehen hat. Sein Reisebericht „Couchsurfing in Saudi-Arabien“ zeigt eine menschliche Seite der arabischen Kultur, wie sie selten zu sehen ist. Klischees und Vorurteile bleiben dabei im Koffer.

Paare singen den Elternblues

Mit „Leeres Nest, volle Panik – Wie wir als Eltern den Auszug unserer Kinder überleben“ hat Michael Frey Dodillet ein unterhaltsames Mutmachbuch geschrieben. Foto: JeppEin beeindruckendes Stück Zeitgeschichte ist Sandra Lüpkes vielschichtiger und bewegender Roman über „Die Schule am Meer“, ein ganzheitlich orientiertes und als Internat geführtes reformpädagogisches Landerziehungsheim auf der Nordseeinsel Juist. 1925 gegründet, erarbeitet sich die Schule rasch einen überregionalen Ruf.Doch als sich die politische Lage im gesamten Land zuspitzt, droht alles, was die Gemeinschaft sich mühsam aufgebaut hat, auseinander zu brechen. Sie liest am Mittwoch, 10. November, ab 19.30 Uhr.

Das Badezimmer ist wieder begehbar, die Klamottenberge sind verschwunden, kein nerviges Gezanke mehr. Die Kinder sind aus dem Haus! Eigentlich sollten die Korken knallen. Doch statt auf den Tischen zu tanzen, singen viele Paare erst einmal den Elternblues. Mit „Leeres Nest, volle Panik – Wie wir als Eltern den Auszug unserer Kinder überleben“ hat Michael Frey Dodillet ein unterhaltsames Mutmachbuch geschrieben. Daraus trägt er am Donnerstag, 11. November, ab 19.30 Uhr vor.

Programm für Wilsberg-Fans

Live mit ihrem Lieblingsdetektiv auf Spurensuche gehen können alle Wilsberg-Fans, wenn Jürgen Kehrer am Freitag, 12. November, ab 19.30 Uhr aus „Wilsberg – Sag niemals Nein“ liest. Wieder ist es ein Fall, der Wilsberg wenig Geld einbringt, dafür aber schwer zu schaffen macht.

Um echte Verbrechen geht es am Samstag, 13. November, ab 19.30 Uhr bei Philipp Fleiter. Wenn die nette Nachbarin angeblich im Urlaub ist, in Wirklichkeit aber einbetoniert unter dem Garagenboden liegt, oder wenn ein kleines Mädchen spurlos vom elterlichen Bauernhof verschwindet, sind das Fälle, die man nie vergisst. Radiojournalist Philipp Fleiter ist Erfinder, Autor und Stimme von „Verbrechen von nebenan“, einem der erfolgreichsten Podcasts Deutschlands. 

Blick auf die Bonner Jahre

Einen Polit-Thriller stellt Brigitte Glaser. Foto: Meyer OriginalsIhr Bestseller „Bühlerhöhe“ drehte sich um Konrad Adenauer. In „Rheinblick“ dagegen taucht Brigitte Glaser am Sonntag, 14. November, ab 19.30 Uhr in das politische Bonn der 70er Jahre und damit in die Willy-Brandt-Ära ein. In dem Polit-Thriller um Machtspiele, Verrat und Erpressung erzählt sie mitreißend von zwei Frauen im Schatten der Macht und von zwei Wochen, in denen Sieg und Niederlage so nahe beieinander liegen wie nie zuvor.

Zum Abschluss der Literaturtage ist auf vielfachen Wunsch am Montag, 15. November, ab 19.30 Uhr noch einmal Bestseller-Autorin Anne Gesthuysen zu Gast. 2018 sorgte sie für einen unterhaltsamen „Mädelsabend“, nun stellt sie ihren erst wenige Tage zuvor erscheinenden Roman „Wir sind schließlich wer“ vor. Darin erzählt sie mit viel Witz, großer Herzenswärme und Feingefühl von einer Familie, die sich erst verlieren muss, um sich zu finden.

Karten vorbestellen

Für alle Veranstaltungen ist eine verbindliche Kartenreservierung im Bürgerservice Verl unter 05246/961196 oder per Mail an buergerservice@verl.de erforderlich. Bei der Reservierung müssen die eigenen Kontaktdaten sowie die Kontaktdaten möglicher Begleitpersonen angegeben werden. Abgeholt und bezahlt werden die Karten an der Abendkasse.

Werden Plätze reserviert und ohne Stornierung bis spätestens eine Woche vor der Veranstaltung nicht in Anspruch genommen, wird der Eintrittspreis in Rechnung gestellt. Wichtig: Bereits erfolgte Reservierungen aus dem vergangenen Jahr können aus organisatorischen Gründen nicht berücksichtigt werden, eine neue Reservierung ist also erforderlich.

Für den Besuch der Lesungen gilt die 3G-Regel. Das heißt, vor Ort muss eine vollständige Impfung oder Genesung oder ein negativer Coronatest (bescheinigt und nicht älter als 48 Stunden, kein Selbsttest) nachgewiesen werden.

 

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