Eine Kita im Verler Westen bahnt sich an



Die CDU wünscht sich eine Kita für den Verler Westen. Der Bedarf scheint da zu sein. Jetzt wurden erste Planungskosten festgelegt.

Im Verler Westen soll eine neue Kita entstehen: Dafür sollen auf Antrag der CDU 20 000 Euro Planungskosten in den Haushalt für das kommende Jahr eingestellt werden. Der genaue Bedarf muss allerdings noch ermittelt werden. Symbolfoto: dpa

Verl (gl) - Noch reichen die Kita-Plätze in Verl. Auf Dauer könnte es jedoch eng werden – besonders, weil im Verler Westen neue Wohngebiete entstehen. Der Jugendhilfeausschuss folgte deshalb einstimmig dem Antrag der CDU, in dem Bereich der Stadt einen neuen Kindergarten zu planen. 20.000 Euro werden dafür zusätzlich in den Haushalt 2023 eingestellt.

„Planen dauert Länger als Bauen“

„Ich gehe davon aus, dass die Kita südlich der Gütersloher Straße angesiedelt werden könnte“, sagt Patrick Bullermann, Leiter des Verler Jugendamts. Da werde zusätzlicher Bedarf entstehen. 

Wie hoch der genau ist, das müsse zunächst einmal ermittelt werden. Dann könne man sich Gedanken über das Wie und Wo machen. Einen genauen Zeitplan bis zur Umsetzung gebe es deshalb auch noch nicht. „Planen dauert ja länger als Bauen“, sagt Patrick Bullermann.

„Die nächsten zwei Jahre benutzen wir die Einrichtung bestimmt noch“

Im kommenden Jahr werde mit der Planung begonnen. Betrachtet werden müsse in diesem Zusammenhang auch die alte Kita Zwergenland an der Thaddäusstraße. Die Räumlichkeiten werden auch nach dem Neubau des Zwergenlands weiter genutzt. 

Zwei Ü3-Gruppen mit insgesamt 50 Kindern sind aktuell dort untergebracht. „Die nächsten zwei Jahre nutzen wir die Einrichtung bestimmt noch“, so Patrick Bullermann. Und dann müsse nach dem Einzugsgebiet des alten Zwergenlands geguckt werden.

Jedes Kind bekommt einen Platz 

Eventuell wäre für einige Kinder eine neue Kita Verl West besser erreichbar. Und wie sieht es sonst so aus? „Jedes Kind, für das Bedarf angemeldet wird, bekommt einen Platz“, sagt Patrick Bullermann. für die Ü3-Kinder stünden ausreichend Plätze in den Kindertageseinrichtungen zur Verfügung. 

Allerdings werde das mit einer leichten Überlegung erkauft. Die 13 Plätze fielen aber nicht weiter ins Gewicht, weil die Kita-Räumlichkeiten alle großzügig ausgelegt seien. Im U3-Bereich gibt Patrick Bullermann den Betreuungsbedarf mit 49 Prozent an.

„Der Puffer ist jetzt aufgebraucht“

Die Kinder erhielten Plätze in den Kitas und in der Kindertagespflege. Generell werde sowohl für die U3- als auch bei den Ü3-Kinder überwiegend die langen Betreuungsformen nachgefragt. 

Auf eine Sache macht Patrick Bullermann noch aufmerksam: „Der Puffer ist jetzt aufgebraucht.“ Damit weist der Leiter des Jugendamts auf Mütter mit Kindern hin, die eventuell als Flüchtlinge aus der Ukraine nach Verl kommen.

Eine Einschränkung gibt es

Sollte der Fall tatsächlich eintreten, dass es noch mehr Personen gibt, die in der Ölbachstadt Zuflucht suchen, würde es eng in den Verler Kindergärten.

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