Großprojekt in Verl kostet 50 Millionen Euro



Eigentlich sollten der Umbau der Gesamtschule sowie der Hallenbad-Bau 57 Millionen Euro kosten. Jetzt wird das Projekt deutlich günstiger.

Für den Umbau der Verler Gesamtschule sowie den Bau eines Hallenbads kalkuliert die Kommune mittlerweile mit 50 Millionen Euro. Ein Wert, der unterhalb der zuletzt veranschlagten 57 Millionen Euro liegt. Damit ist die Entwurfsplanung abgeschlossen. Ansicht: Arge Krieger Campus Verl

Verl (sib) - Die Planungen für die Erweiterung der Gesamtschule sowie des Hallenbad-Neubaus in Verl nehmen weiter Gestalt an. Die Entwurfsplanung ist jetzt abgeschlossen. Sie wird den politischen Gremien in den kommenden Wochen vorgestellt.

Ergebnisse werden nächste Woche in einem Sammelausschuss vorgestellt

Teil des Dokuments ist eine Kostenberechnung für die Vorhaben. Den Finanzbedarf für das Gesamtpaket kalkuliert der Beigeordnete Thorsten Herbst aktuell mit 50,5 Millionen Euro. Das geht aus einer Vorlage für den Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen hervor, der am 11. August zusammen mit dem Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Generationen und dem Betriebsausschuss im großen Sitzungssaal des Rathauses tagt (18.30 Uhr). 

Letzterer berät in erster Linie über das Hallenbad, weil dessen Neubau als einzige Maßnahme dem Verler Versorgungs- und Bäderbetrieb zugeordnet ist. 36,5 Millionen Euro soll die Erweiterung der Gesamtschule kosten, weitere 14 Millionen Euro das Hallenbad. Das ist erst einmal eine gute Nachricht. Zuletzt hatte die Stadt mit rund 43 Millionen Euro für die Gesamtschule sowie mit 14 Millionen Euro für das Hallenbad kalkuliert.

Konflikte erkannt und gelöst

Im Rahmen der Entwurfsplanung sei ein statisches sowie haustechnisches Konzept entwickelt worden, heißt es in der Vorlage. Zuletzt habe man die einzelnen Fachplanungen zusammengeführt, Konflikte erkannt und gelöst. Materialien habe man in Abstimmung mit den Nutzern ausgewählt. 

Konkreter ins Detail gehen sollen die Architekten in den nächsten Sitzungen der Kommunalpolitik. Die Arbeitsgemeinschaft zwischen den Architektenbüros Krieger und Campus soll die Entwurfsplanung mitsamt Grundrissen, Schnitten, Ansichten und Visualisierungen vorstellen.

Weiter geht es mit der Genehmigungs- und Ausführungsplanung

Für die Entwurfsplanung der Außenanlagen plus die zugehörige Kostenberechnung stellt das Büro Wolf Pläne und Kosten vor. Mit der Abgabe der Kosten für das Großprojekt wird Leistungsphase drei von insgesamt neun abgeschlossen. 

Weiter geht es mit der Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie später mit der Vergabe der Aufträge und der Betreuung des Baus. Anberaumt ist der Baubeginn für das kommende Jahr, die Fertigstellung für 2025.

Geht es weiter mit den Architekturbüros?

Übrigens: In ihren Sitzungen und schlussendlich im Rat entscheidet die Kommunalpolitik, ob die bislang tätigen Architekturbüros im Einsatz bleiben. Die nächsten Aufgaben der Baumaßnahmen können nämlich auch von anderen Planern durchgeführt werden – so die Verler Politikerinnen und Politiker das wollen.

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