Junge Künstler definieren in Verl ihren Heimatbegriff



Bei einem Workshop des Droste-Hauses in Verl verschönern Jugendliche den hiesigen Bauwagen mit Graffiti zum Thema Heimat.

Anni Berenbrinker will neue Sachen ausprobieren. So hat sie nun an einem Graffiti-Workshop des Droste-Hauses teilgenommen. „Es macht total viel Spaß“, sagt die 13-jährige Schülerin. Foto: Tschackert

Verl (matt) - „Freitag soll die Fassade fertig sein“, sagt Benjamin Ludewig vom Droste-Haus. Das war in der vergangenen Woche. Und es hat geklappt. Vier Jugendliche veredeln die Front des Heimat-Bauwagens. Aber nicht einfach so, sondern im Graffiti-Style.

„Es macht total viel Spaß“

„Ich wollte das einfach mal ausprobieren“, sagt Anni Berenbrinker. Und? „Es macht total viel Spaß“, ist die 13-jährige Schülerin begeistert und greift beherzt zur nächsten Sprühdose. Annis Projekt ist ein Ortseingangsschild des Kreises Gütersloh. 

Für sie das Sinnbild von Heimat. Um diesen zentralen Begriff geht bei dem Graffiti-Workshop. Dass das Heimatgefühl auf sehr unterschiedliche Art und Weise verankert ist, wird schon jetzt deutlich.

Was junge Menschen als Heimat empfinden

Für Michel ist es der Dom in Münster, für Lean sind es die Bäume des Teutoburger Waldes. Für Kim (15), die gerade ihren Motorradführerschein macht, ist es das Gefühl, auf einer Maschine zu sitzen. 

All das verewigen die Jugendlichen mit der Sprühflasche auf dem Bauwagen, der seit einiger Zeit schon im Garten des Droste-Hauses seine Heimat gefunden hat und Zug um Zug verschönert und ausgebaut wird. Dabei handelt es sich um ein gefördertes Projekt des NRW-Landesministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung.

Es zischt, wenn Farbschicht um Farbschicht dazukommt

Den Förderbescheid brachte Ministerin Ina Scharrenbach persönlich im Droste-Haus vorbei. Jetzt sind aber die Jugendlichen am Zug, besser: am Drücker. Es zischt ordentlich, wenn das Künstler-Quartett unter Anleitung von Lukas Kröger mit sanften Schwüngen Farbschicht auf Farbschicht aufträgt. 

Mittlerweile wurde die erste von vier Außenwänden fertiggestellt. „In den Herbstferien sollen die anderen drei Seiten mit Graffitis verschönert werden“, hofft Ludewig.

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