Klangvolles Adventskonzert in der Sürenheider Kirche


Laut  Ringelnatz haben die besinnlichen Tage zu Weihnachten schon  manchen um die Besinnung gebracht. In Sürenheide gab es ein Gegenmittel.

Die Hornklasse der Kreismusikschule spielte am Samstag bei der adventlichen Stunde mit einem wahrhaft majestätischen Klang in der St.-Judas-Thaddäus-Kirche. Foto: Berenbrinker

Sürenheide (abb) - Ungewissheit und Sorgen in der Corona-Zeit, Trubel, Hektik und Stress in der Advents- und Vorweihnachtszeit – eine Möglichkeit zum Herunterkommen und zur Entschleunigung bot am Samstag die adventliche Stunde in der St.-Judas-Thaddäus-Kirche. 

Eine Insel im Trubel der Vorweihnachtszeit

Trotz des eher ungewöhnlichen Termins am Samstagmittag ließen sich gut 50 Besucher diese Chance nicht entgehen. Im Sürenheider Gotteshaus ließen Hornisten und Organisten adventliche Lieder erklingen, es gab Gedichte und Geschichten zum Nachdenken und Schmunzeln und Pfarrer Markus Korsus sprach den Segen in dieser doch unruhigen Zeit. 

„Die besinnlichen Tage zu Weihnachten haben schon so manchen um die Besinnung gebracht“, zitierte Pfarrer Korsus den deutschen Schriftsteller Joachim Ringelnatz und zielte auf die Zeit vor Weihnachten, die oft wenig beschaulich, sondern eher stressig sei. Die adventliche Stunde in der Kirche wolle diesem Treiben entgegenwirken. „Wir wollen eine Insel sein im Trubel der Vorweihnachtszeit“, sagte Korsus. „Die Seele soll zur Ruhe kommen.“ 

Majestätischer, imposanter und glasklarer Klang

Schon bei den ersten Tönen der Hornklasse der Kreismusikschule Gütersloh unter der Leitung von Jörg Schulteß wurde klar, dass der Wunsch von Pfarrer Korsus in Erfüllung gehen würde. Der majestätische, imposante und glasklare Klang der Hörner ließ die Gäste staunen und zur Ruhe kommen. „Herzen öffnen durch Musik“, hatte sich Pfarrer Markus Korsus gewünscht. 

Den Hornisten Alena Bull, Erwin Janzen, Robert von Kurzysnki, Lina Niggenaber, Nico Ritter, Bente und Merle Schörner sowie Mathias Timmer gelang dies vorzüglich. Die Hornisten versammelten sich entweder auf der Orgelbühne, um gemeinsam mit der Sürenheider Organistin Gabriele Rofalski zu musizieren oder im Altarraum. So sorgten sie nicht nur für musikalische, sondern auch für visuelle Abwechslung. 

Traditionelle Stücke und modern angehauchte Lieder

Traditionelle Stücke wie „Macht hoch die Tür“ und „Adeste fidelis“ oder moderner angehauchte Lieder wie „White Christmas“ und „Jingle Bells“ ließen die Gäste träumen und sich gedanklich auf den Advent und Weihnachten vorbereiten.

Zwischendurch sorgten auch immer wieder Orgelstücke für gute Unterhaltung. Gabriele Rofalski und auch Mathias Timmer begleiteten die Hornisten oder waren solistisch aktiv. 

Adventslied außergewöhnlich arrangiert

Organistin Gabriele Rofalski begleitete die Hornisten.So ließ die Organistin der St.-Judas-Thaddäus-Kirche bei ihrem „Heimspiel“ den Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach erklingen, Mathias Timmer überraschte mit einem außergewöhnlichen Arrangement des Adventsliedes „Maria durch ein Dornwald ging“. Aufgelockert wurden die musikalischen Beiträge durch nachdenklich stimmende, aber auch amüsante Gedichte und Geschichten, die von Gabriele Rofalski vorgetragen wurden. 

Ein Segen von Pfarrer Markus Korsus sowie das prachtvolle, stimmungsgeladene und feierliche Stück „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel beendeten diese beeindruckende adventliche Stunde. Die Verantwortlichen dürften sich anschließend bestätigt fühlen, die Veranstaltung trotz der Corona-Problematik durchgezogen zu haben. Die 3G-Regel wurde strikt überprüft, in der Kirche herrschte Maskenpflicht, zwischen den einzelnen Paaren oder Familien wurde auf ausreichend Abstand geachtet.

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