Piratenburg und Kirmes soll die Verler anlocken



Am 27. März laden die Stadt Verl und die Werbegemeinschaft zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Mit buntem Programm.

Zu gleich zwei Veranstaltungen im März laden ein (v. l.): Jens Niederschulte, Emma Arlt, Rainer Tuxhorn, Jan Fischer, Johannes Strake, Patrick Dalkmann, Martin Echterhoff, Munna Shah und Michael Esken Foto: Tschackert

Verl (matt) - Frühlingserwachen und Streetfoodfestival: In Verl ist wieder was los. Nach zweijähriger Corona-Zwangspause kehrt mit beiden Veranstaltungen wieder ein Stück Normalität zurück. Außerdem öffnet, flankiert von einem bunten Rahmenprogramm, auch der Einzelhandel seine Türen.

Programm an vielen Stellen

„Das Bedürfnis der Menschen, raus zu gehen, ist groß.“ Mit dieser Einschätzung dürfte Munna Shah, in der Verler Werbegemeinschaft zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, goldrichtig liegen. Schließlich gilt die Traditionsveranstaltung Frühlingserwachen als eine der publikumsträchtigsten in Verl. Um 13 Uhr geht es am Sonntag, 27. März, los. 

Und zwar richtig: Auf dem Delphosplatz wird, wie schon zum Verler Tod, eine Landschaft aus Hüpfburgen aufgebaut. Auf und im Prinzessinnenschloss oder der Piratenburg können sich Mädchen und Jungen kostenfrei richtig austoben. Der Klassiker, die kleine Kirmes mit fliegenden Händlern und Fahrgeschäften am Wendehammer der Wilhelmstraße, ergänzt das familientaugliche Angebot.

Einzelhandel in den Startlöchern

Der Einzelhandel bereitet sich ebenfalls mit Aktionen auf das Verler Frühlingserwachen vor. Die Lederbar von Anja Brandner nutzt beispielsweise die autofreie Hauptstraße, um mit einem Gewinnspiel, Ledergravur, Snacks und Getränken das 20-jährige Geschäftsbestehen zu feiern. Mit von der Partie ist auch der Verler Heimatverein. Unter der Regie von Bernhard Klotz plant der Verein verschiedene Aktivitäten. Selbstverständlich ist dann auch der Besuch der aktuellen Ausstellung im Heimathaus möglich.

Gleich nebenan, im Innenhof vom Kirchplatz 4, können die vielfältigen Produkte der Likörmanufaktur Schroeder probiert werden. Aber nicht nur: Marina Pankoke verkauft ihre Ölbackkind-Produkte. Schnäppchenjäger müssen sich spätestens um 10 Uhr auf die Socken machen. Dann startet der Trödelmarkt auf dem Parkplatz vor dem Ölbach-Center.

Selbst optisch wird in der Verler Innenstadt der Frühling erkennbar erwachen. Im Auftrag der Stadtverwaltung haben Martin Echterhoff und seine Mitarbeit wieder insgesamt 90 der grünen Kübel frühlingshaft bepflanzt.

Streetfoodfestival an zwei Tagen

Auf dem Rasen der Volksbankwiese wird zum fünften Mal das Streetfoodfestival stattfinden. Neun Betreiber, davon bieten zwei vegane Imbiss-Spezialitäten an, sind dabei. Zum lokalen Anbieter-Quartett gehören Sven Gerdhenrichs, der in Verl eine Chorizo-Käse-Wurst auf dem Grill brutzelt, Lennard Schulz, der für zarte Spareribs bekannt ist, sowie Marc O’Connor mit Flammkuchen. „Es ist momentan gar nicht so einfach, Aussteller zu bekommen“, berichtet Johannes Strake, der mit Emma Arlt das Festival organisiert. Viele Imbiss-Trucks hätten aufgegeben oder es fehle an Personal. 

Zu schaffen machten obendrein die sogenannten Hamsterkäufe. Grundzutaten wie Mehl oder Öl zum Frittieren seien selbst im Großhandel oft ausverkauft. Erstmals gibt es einen Wein-Pavillion. Am Samstag und Sonntag, 26. und 27. März, werden zwei Winzer ausschenken. Außer dem Bierwagen gibt es zudem eine Cocktail-Bar, die zum Verweilen bei Beleuchtung und Musik einlädt. Geöffnet ist das Festival auf der Volksbankwiese Samstag von 15 bis 22 Uhr und Sonntag von 12 bis 21 Uhr.

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