Trakt der Gesamtschule in Verl wird modernisiert



Fünf Unterrichtsräume in der Verler Gesamtschule werden aktuell saniert. Sie gehören zum naturwissenschaftlichen Trakt.

Vom restlichen Schulgeschehen abgekoppelt finden die Modernisierung der Fachräume statt. Rückbau und Modernisierung laufen zeitgleich. Foto: Tschackert

Verl (matt) - Die Modernisierung der Gesamtschule ist in vollem Gang. Mit den Rückbauarbeiten werden zeitgleich die naturwissenschaftlichen Räume inklusive der dazugehörigen Materialräume an zentraler Stelle in der Schule gebündelt und fertiggestellt.

Ab Februar 2023 soll in den fünf Fachräumen wieder unterrichtet werden

Mit Start der zweiten Schuljahreshälfte ab Februar 2023 soll in den insgesamt fünf Fachräumen wieder unterrichtet werden. Auch wenn „Gesamtschule“ am Eingang steht, entsprach das Raumkonzept bislang immer noch dem zweier Schulen. 

„Und das mit unterschiedlichen Ausstattungen, Gerätschaften und Systemen“, wie Schulleiterin Dr. Tanja Heinemann die Ausgangslage erläutert. Künftig werden fünf gleichwertige naturwissenschaftliche Räume mit den Arbeitsschwerpunkten Chemie und Biologie direkt im ehemaligen Hauptschulgebäude nebeneinanderliegen. 

Gerätschaften sind teils so alt wie das Gebäude selbst

Dahinter werden sich die Fachsammlungen befinden, wo Gerätschaften, die teilweise so alt sind wie die Gebäude selbst, und Unterrichtsmaterial gelagert werden oder Lehrkräfte Versuchsaufbauten vorbereiten können. 

Zuvor dienten allein die beiden neu angesiedelten Chemieräume im ehemaligen Hauptschultrakt dem Textilunterricht und als Raum für die Sprachförderklasse. Zwischen deren Trennwand versteckte sich über Jahrzehnte eine mobile Trennwand. „Das sind die Überraschungen, die auf einen warten, wenn man im Bestand umbaut“, so Eckhard Send, dessen Büro die Bauaufsicht übernommen hat.

600 Quadratmeter Fläche werden modernisiert

Die Fachräume befinden sich im hinteren alten Hauptschultrakt links neben dem pädagogischen Zentrum mit Blickrichtung zum Friedhofsweg. Insgesamt 600 Quadratmeter Fläche werden modernisiert. 

Aber nicht alles wird erneuert. Noch vorhandene Arbeitsinseln oder Lehrpulte bleiben erhalten. „Auch die Wandgestaltung bleibt, wie sie ist“, erklärt Eckhard Send. Sie sei in Ordnung und robust. Ebenso unangetastet bleiben weite Teile des Fußbodens.

Künftig soll mehr Licht in die Räume fallen

Nur ein neuer Belag wird verlegt. Wände werden hauptsächlich in Trockenbauweise gebaut. Auch viel neue Technik erhält Einzug: Eine moderne Umluftanlage sowie eine Absauganlage werden installiert. Die Durchbrüche dafür sind schon vorhanden. 

LEDs schaffen zusätzliches Licht, obwohl die Lichtkuppeln bis auf eine Reihe erhalten bleiben. Nur die Verdunklungsrollos werden ausgetauscht, so Send.

Digitale Technik plus Schnittstellen sind selbstverständlich

Unangetastet bleiben die intakten Fenster mit Alurahmen. Strom- und Gasanschlüsse können über den Arbeitsplätzen der Schüler künftig auf Knopfdruck für Experimente heruntergefahren werden – je nach Bedarf.

Dass die Fachräume nicht nur moderner werden, sondern auch mit digitaler Technik sowie entsprechenden Schnittstellen ausgestattet werden, um digitales und effizientes Lernen und Forschen zu ermöglichen, erscheint fast selbstverständlich.

Im Boden klafft ein riesiges Loch

Die Kosten dafür belaufen sich auf 416.000 Euro. Einzig im ehemaligen Demonstrationsraum muss ein Teil des Bodens ebenerdig neu gegossen werden. Die stufenweise Bestuhlung ist nicht mehr zeitgemäß. Dafür klafft dort jetzt ein riesiges Loch und gibt die Sicht auf den Kriechboden mit Abwasserleitungen frei. 

„Mit 833.000 Euro kalkuliert die Stadt Verl naturwissenschaftlichen Lernzellen, neue Anschlüsse und Leitungen inklusive“, sagt Sebastian Brauner, zuständig für das Gebäudemanagement der Kommune. Dass die Fachräume als eine der ersten Maßnahmen umgesetzt werden, hat nicht nur praktische, sondern auch finanzielle Gründe.

„Containerlösungen würden erhebliche Kosten mit sich bringen“ 

„Entsprechende Containerlösungen würden erhebliche Kosten mit sich bringen“, sagt Martina Heitvogt vom Fachbereich Bildung, Sport, Kultur und Stadtmarketing.

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