Verl: Innenstadt wird zur Freiluft-Frühstückstafel



Ganz entspannt haben sich am Sonntag mehr als 2500 Menschen in Verl dort getroffen, wo normalerweise der Durchgangsverkehr rollt.

Unübersehbar bunt und gut gelaunt: So präsentiert sich am Sonntag in Verl die Frühstücks-Gruppe um (v. l.) Norbert Böhm und Udo Stukenbrock. Foto: Borgmeier

Verl (cabo) - Sonne und knusprige Brötchen satt. Und an guter Laune fehlte es schon gar nicht: Die Verler Ortsdurchfahrt hat sich am Sonntag in eine Schlemmer-Meile verwandelt. Das Verler Frühstück war Lebensfreude pur.

Zahlen sind doch eigentlich nur Schall und Rauch. Doch sie helfen, einen Überblick zu bekommen: So haben es sich am Sonntag an der fast 800 Meter langen Freiluft-Tafel auf der Paderborner und Gütersloher Straße mehr als 2500 Menschen gut gehen lassen.

Dritte Auflage begeistert

Mit der Sonne im Gesicht, frischem Kaffee in der Tasse und netten Leuten um sich herum, entwickelte sich das von der Stadt Verl veranstaltete, insgesamt dritte Frühstück dieser Art zu einem Treffen für Genießer.

Ein Gläschen Sekt schmeckt auch zum Frühstück, besonders in netter Gesellschaft.Es waren Freunde, Vereine, Firmen, Parteien und Nachbarn, die sich an den zuvor reservierten Bierzeltgarnituren niederließen, um gemeinsam zu plaudern, zu lachen. Ach ja: Gefrühstückt wurde natürlich auch.

Und da wieder die schönste und kreativste Tischdekoration prämiert werden sollte, kannte die Fantasie der Tafel-Gäste keine Grenzen: So hatte Birgit aus Kaunitz mit ihren fünf Freundinnen aus Verl und Bornholte ihre Bierzeltgarnitur mit quietschbunten Ballons ausstaffiert.

Frühstückstafel 800 Meter lang

Doch der Obstsalat auf dem Tisch sah nicht minder (farben)-prächtig aus. Die Frauentruppe frühstückte „ohne Anhang“, denn die Ehemänner seien im Golf von Sorrent segeln. „Abgesehen davon, dass wir nicht gefragt wurden: Wir wären ohnehin nicht mitgekommen, denn hier beim Frühstück ist es viel schöner“, meinte eine der Frauen und die Gruppe lachte zustimmend.

Geburtstagskinder: (v. l.) Nicola ist am Samstag 14 Jahre alt geworden, Anna feierte tags darauf ihren 13. Geburtstag. Gemeinsam frühstückten die Freundinnen.Ein paar Meter weiter am Nachbartisch: Schützen neben Sportlern, alte Menschen neben jungen. Man war ins Gespräch vertieft, es wurde gelacht, hier und da sorgten Straßenkünstler für staunende Blicke. Auch die Kinder waren beschäftigt: Sie konnten Hüpfburgen erobern, bis zum Abwinken rutschen oder Feuerwehrleuten an den großen, roten Einsatzfahrzeugen über die Schulter schauen.

Es war nicht nur einfach ein gemeinsames Frühstück, es war ein Volksfest: „Es ist doch klasse, dass nach den ganzen Lockdowns in der Corona-Pandemie endlich mal wieder was los ist in der Stadt“, meinte zum Beispiel Monika Ganzer (59).

Organisation lässt keine Wünsche offen

Rundweg gelobt wurde von vielen Gästen die insgesamt gute Organisation der Veranstaltung mit großem Rahmenprogramm inklusive Schützen-Umzug und umfangreichem Sicherheitskonzept. Das Organisationsteam um Patrick Dalkmann (Fachbereich Stadtmarketing) hatte am Sonntagmorgen bereits um 5 Uhr mit dem Aufbau begonnen.

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