Verler Balkanhilfe blickt positiv in die Zukunft



Die Zahl der Mitglieder von Hüttis Balkanhilfe wächst. Probleme gab es zuletzt nur an der ungarischen Grenze.

Ehrung im Rahmen der Jahreshauptversammlung: (v. l.) Uwe Brinkord, Marianne Joannou, Günter Brinkord und Günter Hüttenhölscher. Foto: Eickhoff

Verl (ei) - Seit der vergangenen Jahreshauptversammlung im Juli 2019 hat Hüttis Balkanhilfe 20 Transporte entsandt. Grundsätzlich blickt der Vorstand des Vereins positiv in die Zukunft.

Sieben Mitglieder fehlen dem Verein noch, „dann sind die 100 voll“, sagt der Initiator und Namensgeber stolz. Günter Hüttenhölscher hatte zuvor die Mitstreiter im Lager an der Bleichestraße begrüßt.

Großbäckerei spendet Plätzchen

Er freute sich auf die Möglichkeit eines persönlichen Treffens. Ehe die Tagesordnung abgearbeitet wurde, gedachten die Anwesenden zunächst der Verstorbenen des Vereins mit einem kleinen Gebet.

Danach wurde Bilanz gezogen: Für die Hilfstransporte wurden unter anderem für fast 9000 Euro Lebensmittel gekauft. Eine Großbäckerei in Mastholte spendete 32 Paletten Plätzchen. Ferner wurden gespendete Gegenstände wie Kleidung, Schuhe oder Porzellan in den Südosten Europas gebracht.

Probleme an der Grenze zu Ungarn

17 Mal nutzte der Verein die Möglichkeit, rumänische Lastwagen zu beladen, die sonst leer hätten zurückfahren müssen. Sie hatten zuvor Unternehmen in Kassel oder Brilon beliefert und wurden dann in Verl für den Rücktransport beladen. In drei Fällen stellten heimische Speditionen ihre Trucks zur Verfügung.

Günter Hüttenhölscher berichtete in der Jahreshauptversammlung auch von Problemen, beispielsweise an der Grenze zu Ungarn. Im August diesen Jahres wurde bei der Einreise bemängelt, dass eine Achse mit 180 Kilogramm überlasen sei – bei zulässigen acht Tonnen. Die Aufmerksamkeit des Zöllners kostete dem gemeinnützigen Verein fast 300 Euro.

Verdiente Fahrer ausgezeichnet

Marianne Joannou berichtete den Mitgliedern über die finanzielle Situation des Vereins, Reinhard Stickling und Heinz Klassen hatten als Kassenprüfer alle Buchungen kontrolliert und keine Fehler gefunden. Nachdem turnusmäßig die Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt waren, ehrte Hüttenhölscher fleißige Mitstreiter.

Die Firma Hoffmann-Transporte hatten bereits zum 20. Mal einen Lastzug zur Verfügung gestellt, und erhielt dafür ebenso eine Urkunde wie Günter Brinkord, der bereits 30 Mal als Fahrer Hilfsgüter nach Rumänien brachte. Sein Sohn Uwe tritt in seine Fußstapfen. Er war bereits zehn Mal mit einem Lastwagen in Rumänien.

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