Verler DRK-Einrichtung wird zur Plus-Kita


Die DRK-Kita an der Arndtstraße stellt um: Sie hat  einen hohen Anteil von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf im Bildungsprozess

Gemeinsam mit einem Fachberater entwickelten Mitarbeiterinnen der Verler DRK-Kita neue Konzepte. Fotos: DRK

Verl (gl) - Die Verler DRK-Kita an der Arndtstraße hat sich entschieden, eine sogenannte PlusKita zu werden. Kindertageseinrichtungen können diesen Status erlangen, wenn sie über einen hohen Anteil von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf im Bildungsprozess verfügen. 

Dazu muss der Kindergarten Teil der örtlichen Jugendhilfeplanung sein. „Dafür winken ihr für erhöhte Anforderungen in der pädagogischen Arbeit zusätzliche finanzielle Mittel“, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Roten Kreuzes. Bei der Verler DRK-Kita komme das jetzt zum Tragen.

Elterncafés geplant

Steht in seiner pädagogischen Arbeit vor neuen Herausforderungen: das Team der DRK-Kita Verl.Das pädagogische Team um Leiterin Karin Berning steht damit vor neuen Herausforderungen. „Es geht darum, die Lebenswelten der Familien in die tägliche Arbeit einzubeziehen, um damit die Bildungschancen der Kinder weiter zu verbessern“, erläutert Sozialpädagoge Marco Lehmannn, der beim DRK als Fachberater für Kindertageseinrichtungen tätig ist. Dazu, so Lehmann, seien gezielte und noch differenziertere Angebote für die Kinder und ihre Herkunftsfamilien notwendig.

In der Praxis soll dies zum Beispiel durch die Einrichtung eines Elterncafés, spezielle Angebote für die Sprachbildung oder eine jährliche Kultur- und Länderreise geschehen. Im Rahmen eines von Marco Lehmann konzipierten und fachlich begleiteten Konzeptionstags hat sich das Mitarbeiterteam jetzt auf diese neuen Aufgaben und Herausforderungen vorbereitet. 

Spielangebote für verschiedene Kulturen

Zentrales Thema war dabei eine kultursensible Pädagogik. In diesem Zusammenhang erfolgte beispielsweise eine Ist-Analyse des vorhandenen Spielebestands in den Gruppen. Lehmann: „Wichtig für eine Plus-Kita ist, dass sich die verschiedenen Kulturen im Spielangebot wiederfinden und niemand ausgegrenzt wird.“

Die DRK-Kita ist eine dreigruppige Einrichtung mit 65 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren. Aktuell besuchen Jungen und Mädchen aus 15 verschiedenen Nationen die Kita, die sich seit 1982 in Trägerschaft des DRK-Ortsvereins befindet.

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