Weinfest auf der Verler Volksbank-Wiese gut besucht



Endlich geht wieder was in Verl: Das mögen viele gedacht haben. Denn das Weinst war an beiden Tagen bestens besucht.

Zu einem edlen Tropfen gehört gutes Essen. Diana Stickling (von links), Raphael Podranski, Carola Blöcker und Petra Müller ließen es sich beim Weinfest auf der Volksbank-Wiese gut gehen. Fotos: Berenbrinker

Verl (abb). Darauf haben offensichtlich viele Verler gewartet: Endlich wieder ein Fest unter freiem Himmel, Spaß mit Freunden, gute Unterhaltungen und dazu edle Tropfen. Beim Weinfest herrschte gute und entspannte Stimmung.

„Einer musste den Stein ins Wasser werfen“, sagte der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Jens Niederschulte. Seit Beginn der Corona-Krise vor eineinhalb Jahren mussten alle größeren öffentlichen Veranstaltungen abgesagt werden. Frühlings-, Schützen- oder Pfarrfeste fanden nicht statt. Nun hat die Verler Werbegemeinschaft in Kooperation mit dem RHB-Team es gewagt und kurzfristig die neunte Auflage des Weinfests organisiert.

Beide Tage gut besucht

„Es war eine lange Zeit der Abstinenz, aber nun geht es endlich wieder los“, erklärte Niederschulte. Er hofft nun, dass das Weinfest Vorbild ist und es weitere Veranstaltungen gibt. „Wir haben es jetzt angepackt.“ Sein besonderer Dank galt dem RHB-Team mit Jürgen Ruthmann und Matthias Buschmann an der Spitze. „Er hat letztlich den Anstoß gegeben, das Fest so kurzfristig auf die Beine zu stellen“, so Niederschulte.

Mit seiner kurzen Ansprache traf Jens Niederschulte den Nerv der Gäste. Ganz offensichtlich hatten viele Verler und Gäste aus den Nachbarkommunen das dringende Bedürfnis, endlich wieder unbeschwert zu feiern. Schon vor der offiziellen Eröffnung am Freitagabend war der Platz sehr gut gefüllt. Im Laufe des Abends wurde es immer voller und auch der Samstagabend sorgte für Zufriedenheit bei den Veranstaltern.

„Vorsicht kann nicht schaden“

Schon vor der offiziellen Eröffnung am Freitagabend war die Wiese gut besucht. Nach strengen Einlasskontrollen unter 3G-Regeln konnte unbeschwert gefeiert werden.Bürgermeister Michael Esken (CDU) lobte die Werbegemeinschaft für ihren Mut, in diesen Zeiten ein Fest auf die Beine zu stellen und fügte augenzwinkernd an, dass ja eigentlich die Stadt Verl den Startschuss nach der Corona-Pause geben wollte. Esken informierte kurz über den Markt der Möglichkeiten, der am Sonntag, 3. Oktober, von 10 bis 17 Uhr in und an der Gesamtschule stattfinden wird. „Mehr als 40 Vereine aus dem Stadtgebiet werden sich dann vorstellen“, sagte der Bürgermeister.

Michael Esken sagte, dass viele Menschen wegen der Pandemie verunsichert seien. „Aber hier auf dem Gelände können wir uns sicher fühlen.“ Die Wiese am Schulzentrum war eingezäunt, es gab freundliche, aber gewissenhafte Einlasskontrollen. Es galt die 3G-Regel. Auf dem Gelände galten keine Abstandsregeln, und auch die Masken durften in den Taschen bleiben. „Aber Vorsicht kann natürlich nie schaden“, sagte Michael Esken.

„Endlich ist wieder etwas los“

Sophia Hartmann (von links), Marina Held und Laura Niewöhner stießen mit Weißwein an.Die Gäste genossen ihre neue Freiheit und zeigten sich dankbar. „Endlich, endlich ist wieder etwas los“, sagte Laura Niewöhner, die gemeinsam mit ihren Freundinnen Sophia Hartmann und Marina Held zum Weinfest gekommen war. An der frischen Luft fühlten die jungen Frauen sich sicher, der Weißwein („Hauptsache süß“, so Niewöhner) schmeckte.

An einem anderen Tisch ließen es sich Diana Stickling, Raphael Podronski, Carola Blöcker und Petra Müller gut gehen. Zu den guten Tropfen aus verschiedenen Weingebieten gehörte für sie auch leckeres Essen. Es gab Flammkuchen in verschiedenen Variationen, fein zubereitete Currywurst mit Pommes und eine Vesperplatte mit Käse, Wurst und Weintrauben.

Weine aus dem Ahrtal fehlen

Tanja Neumann vom RHB-Team war auch sichtlich zufrieden. „Endlich ist wieder etwas möglich. Die Zeit ohne Veranstaltungen war hart, aber wir leben noch“, sagte sie und freute sich, auch ihre Kolleginnen und Kollegen wieder zu sehen. Besonders beliebt seien in diesem Jahr der Bacchus aus der Pfalz sowie der Blaue Spätburgunder von der Mosel. Außer den Weinen aus den deutschen Anbaugebieten gab es auch edle Tropfen aus dem Ausland. 

Verzichten musste die Gäste auf Wein aus dem Überflutungsgebiet in Rheinland-Pfalz. „Unseren Lieferanten im Ahrtal hat es schlimm erwischt, sein ganzer Keller war voller Wasser und Schlamm“, sagte Tanja Neumann. Man habe natürlich bei ihm angefragt, aber er habe nicht liefern können.

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