Ab 10. November Vollsperrung


Es wird den ganzen Ahlener Stadtverkehr tangieren, wenn die Hammer Straße ab dem 10. November voll gesperrt wird. Die die Hammer Straße erhält eine neue Decke, die Kreuzung Oestricher Weg eine Ampelsteuerung. Das dauert – bis in den April 2022.

Jetzt rüberkommen: Das wird leichter fallen, wenn die Kreuzung Hammer Straße / Oestricher Weg mit einer Ampelanlage ausgestattet ist. Die soll im April ans Netz gehen. Ulrich Gösmann

Mit der Hammer Straße verabschiedet sich eine der am stärksten frequentierten Einfahrtsstraßen Ahlens ab dem 10. November vorübergehend aus dem Netz der innerstädtischen Verkehrsadern. Der Knotenpunkt Oestricher Weg wird Ampelkreuzung, die Hammer Straße auf 1000 Metern Länge neu asphaltiert. Kalkulierte Kosten: 860 000 Euro. Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, spricht von einer „Operation am offenen Herzen“ – und prognostiziert: „Diese Baustelle wird sich im ganzen Stadtgebiet bemerkbar machen.“ Akut unter Vollsperrung bis Ende Dezember, danach im Einbahnfluss stadteinwärts bis in den April.

Eine Doppelbaustelle, drei Bauabschnitte: Mit der Einzelmaßnahme Kreuzungsumbau geht‘s los. Sie soll auch den Schlusspunkt im April setzen. „Die Zu- und Abfahrtsituation wird seit vielen Jahren bemängelt. Insbesondere zur Rushhour ist es schwierig, aus dem Wohngebiet herauszukommen“, sagt der Projektleiter. Mit der Idee eines kleinen Kreisverkehrs hatte sich Partner Landesbetrieb Straßen NRW nicht anfreunden können, weil er die Frequenzanforderungen (rund 10 000 Fahrzeugbewegungen täglich) nicht erfüllen könne. Weiterer Knackpunkt: „Auch ein kleiner Kreisverkehr braucht große Fläche“, wirft Robert Reminghorst ein. Es hätten Grundstücke erworben werden müssen, die nicht zu erwerben waren. Jetzt also die Ampel-Alternative, die über das Setzen von Lichtsignalmasten weit hinaus geht. Stadteinwärts bekommt die Hammer Straße einen Linksabbieger. Dafür fällt die Parkbucht auf rechter Seite weg. Breitengewinn: 1,50 Meter. „Die Fahrbahnen werden etwas schmaler, damit drei Spuren nebeneinander passen“, erklärt Ansgar Drees, technischer Angestellter bei den Ahlener Umweltbetrieben. Profilveränderungen auch auf den ersten 70 Metern Oestricher Weg. Er erhält im Eingangsbereich einen vollständigen Ausbau. Wann die Fortsetzung folgt, steht noch offen. Parallel geht es für den Kanalbau in die Tiefe. Knapp eine halbe Million Euro fließt allein in den Kreuzungsausbau, für den das Wohngebiet bis in den April von der Hammer Straße abgebunden wird. Anlieger werden sich über die Walstedder Straße vorübergehend umorientieren müssen. Stadt und Landesbetrieb teilen sich die Baukosten.

Weitere 365 000 Euro sind für die Erneuerung der Fahrbahndecke auf 1000 Metern Hammer Straße zwischen Buschhoff-Kreisel und Fritz-Reuter-Straße vorgesehen, die der Landesbetrieb komplett übernimmt. Reminghorst: „Wir führen nur aus.“ Der erste Bauabschnitt setzt zum 10. November das Stück zwischen Kreisverkehr und Friedrich-Ebert-Straße unter Vollsperrung. Anlieger werden ihre Grundstücke auch in der Bauphase erreichen. Alexander Hönemann, Bauleiter der beauftragten Firma Groschler (Gütersloh), setzt drei Wochen für den ersten Abschnitt an. Weiter geht‘s zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Oestricher Weg, dann im dritten Teil zwischen Oestricher Weg und Fritz-Reuter-Straße. „Ende Dezember sind wir mit der Decke durch. Wir versuchen, Gas zu geben“, signalisiert Hönemann Tempo. Weil sich der Kreuzungsausbau noch bis in den April ziehen dürfte, kommen Fahrzeuge ab Januar zunächst nur im Einbahnverkehr stadteinwärts wieder in Fluss.

Bereits an diesem Freitag wollen Stadt und Landesbetrieb Straßen NRW am Fahrbahnrand via Displays über Baustelle und Behinderungen informieren. Als Umleitung empfehlen sie den großen Bogen. Heißt: In Höhe der Ampelkreuzung Am Morgenbruch in den Hövenerort abbiegen. Von dort über Dolberger Straße und Zeppelinstraße auf den innerstädtischen Verkehrsring Richtung B 58 / Kapellenstraße.

von Von Ulrich Gösmann

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