Arbeitsbedingungen stehen im Fokus


Noch bis zum 24. September läuft die 20. Faire Woche. An ihr beteiligt sich auch das Team des Weltladens. Es informiert gern über faire Handelsbedingungen.

Wo kommen Tee oder Kakao her und wie werden sie produziert? Helga Michalski (r.) erklärt es den Kundinnen und Kunden im Ahlener Weltladen gerne. Martin Feldhaus

Menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf dem gesamten Globus ist eines der zentralen Ziele des Fairen Handels. Und das steht bei der diesjährigen 20. Auflage der Fairen Woche, die noch bis zum 24. September läuft, besonders im Fokus. Auch für den örtlichen Weltladen an der Gerichtsstraße, wo das Team viele Informationen zum Thema „Zukunft fair gestalten“ bereithält und seine Kunden gerne über die Herkunft der eigenen Produkte aufklärt.

Existenzsichernde Löhne, faire Arbeitsbedingungen und keine Kinderarbeit: Eine Selbstverständlichkeit? Beileibe nicht überall. Insbesondere im globalen Süden sind faire Arbeitsbedingungen keineswegs durchgehend gewährleistet. „In vielen industriell gefertigten Produkten stecken leider immer noch Kinderarbeit und Ausbeutung“, schildert Karla Grawinkel einen ernüchternden Befund. Das gelte nicht nur für Textilien oder etwa Fußbälle, die ausgebeutete Kinder in Fabriken herstellen, sondern etwa auch für Kakao.

Können Verbraucher dagegen etwas tun? „Ja, durch die Unterstützung des Fairen Handels“, ist sich Karla Grawinkel sicher. Der hat sich bereits seit 50 Jahren auf die Fahnen geschrieben, für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der gesamten Lieferkette eines Produkts einzutreten. Ein Anliegen, das jetzt auch das 2023 in Kraft tretende neue Lieferkettengesetz aufgreift.

„Faire Arbeit ist bei unserem gesamten Sortiment garantiert gewährleistet“, so Grawinkel. Die Kooperativen, die faire Produkte anbauten oder herstellten, erfüllten schon seit langem die Standards für menschenwürdige Arbeit.

Die Ehrenamtlichen des Weltladens ermutigen daher alle Interessierten dazu, sich im Weltladen über faire Handelsbedingungen zu informieren und in der großen Produktvielfalt von Kaffee, Tee, Wein, Olivenöl über Geldbörsen bis hin zu Fußbällen oder Spielzeugen zu stöbern. Eine Gelegenheit, die in den vergangenen Tagen schon viele Ahlenerinnen und Ahlener wahrnahmen.

Am Samstag besuchten etwa neben den „Fairbuddys“ der Therese-Münsterteicher-Gesamtschule auch die aktuelle „Miss MGO NRW“ Annika Voelpert und die ehemalige Miss Kolumbien Gloria Heinrich den Weltladen und sagten zu, künftig ebenfalls ihre Bekanntheit nutzen zu wollen, um öffentlich Zeichen für den Fairen Handel und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu setzen. Eine Ankündigung über die sich die Unterstützer des Fairen Handels besonders freuten.

von -maf-

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