Auch Europameister kommen zum Gratulieren


Hohen Besuch erwartete die Tischtennis-Gemeinschaft Mocca Leifeld anlässlich ihrer Feier zum 40-jährigen Bestehen. Ex-Profispieler Christian Süß kam vorbei und ließ es sich nehmen, an der Platte zu spielen, an der schon sein Großvater trainiert hat.

Nicht nur die über 40 Jahre alte Tischtennisplatte ziert den Tischtennisraum, Gerd „Mocca“ Leifeld hat auch viele Erinnerungsstücke gesammelt. Ralf Steinhorst

Nun wurde es doch noch gefeiert, das 40-jährige Bestehen der Tischtennis-Gemeinschaft Mocca Leifeld. Das war eigentlich schon vor zwei Jahren, aber die Pandemie hatte eine Feier verhindert. Dafür kam aber mit Christian Süß und seiner Frau Elke Schall-Süß hoher Besuch ins Haus. Neben den beiden ehemaligen Tischtennis-Europameistern war auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger unter den Gratulanten.

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir das Jubiläum noch feiern würden“, war Gerd „Mocca“ Leifeld bei der Begrüßung in seinem Garten gerührt. Auch seine Mitstreiter in der Tischtennis-Gemeinschaft freuten sich darüber.

Mit dem Tischtennisspielen hatte alles im Hansa-Hof angefangen, doch vor 42 Jahren im Jahr 1979 ging es dort nicht weiter. Zu der Zeit wollte „Mocca“ Leifeld den Hinterraum seines ehemaligen Blumenladens an der Rottmannstraße zu einer Bar umbauen, entschied sich dann aber für die Einrichtung eines Tischtennisraumes: „Eine Bar nutzt man ja nur zwei Mal im Jahr.“ Mit Fritz Süß, dem Großvater des ehemaligen Tischtennisprofis Christian Süß, Fritz Ströter, Kreismeister Heinz Krumkamp, Heinz Hagemann, Moki Kwon und Wolfgang Krämer zogen auch seine – im wahrsten Sinne des Wortes – Tischtennis-Kumpel mit um, schließlich hatten alle schon auf der Zeche miteinander gespielt. Heraus kam eine schlagkräftige Mannschaft, die aber die kleinen Bälle nicht nur im Hinterzimmer schmettern oder schnibbeln wollte.

Also machten sie als Tischtennis-Gemeinschaft Mocca Leifeld auf Turnieren oder in den unteren Klassen Furore. „Die anderen konnten gar nicht begreifen, dass die gegen uns nicht gewinnen konnten“, ist „Mocca“ Leifeld heute noch stolz. Das Team habe sich damals mächtig Respekt verschafft.

Noch heute treffen sich die Mitstreiter regelmäßig, auch um dabei den einen oder anderen Schlag zu tätigen. „Das ist toll, dass ihr so viele Jahre zusammenkommt“, zollte Bürgermeister Dr. Alexander Berger Respekt, um dann später von Christian Süß an der Platte im Spiel wertvolle Tipps mitzunehmen.

Die Beziehung zu Christian Süß‘ Vater Fritz Süß hat auch zu der langjährigen Freundschaft mit dem späteren Tischtennis-Europameister geführt. Bei der Ahlener SG haben beide noch zusammen trainiert, Christian damals als Jugendlicher. „Das erste Spiel habe ich noch gegen ihn gewonnen, danach nie mehr“, muss „Mocca“ heute darüber schmunzeln. Er habe damals schon das Talent erkannt, das später zu Titeln geführt hat. Christian Süß fühlte sich sichtlich wohl bei seinem Besuch: „Ich bin immer wieder gerne hier zum Jubiläum. Es ist ja auch etwas Besonderes, weil mein Opa schon hier gespielt hat.“ Vielleicht wurde da insgeheim die Grundlage für die spätere Karriere gelegt.

von Von Ralf Steinhorst

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