Bräuer-Bild aus dem Müll gerettet


Im Ratssaal tagte der Heimatförderkreis für westfälische Tradition am Wochenende. Dabei stellte die Vorsitzende Christa Schwab die weiteren Planungen vor.

Kassiererin Gertrud Baumann, die Vorsitzende Christa Schwab und Stellvertreter Markus Bockholt (v. l.). Ralf Steinhorst

Um die Hygienevorschriften wegen der Coronapandemie besser umsetzen zu können, wählte der Heimatförderkreis am Samstag den Ratssaal als Ort für seine Jahreshauptversammlung. Diese fiel wegen der wenigen Aktivitäten erwartungsgemäß kurz aus.

„Endlich können wir uns mal treffen“, zeigte sich die Vorsitzende Christa Schwab erleichtert. Trotz der erzwungenen Passivität der vergangenen Monate konnten drei neue Mitglieder gewonnen werden. Aufgrund gesetzlicher Veränderungen, beispielsweise im Datenschutz, musste die Satzung angepasst werden, wobei der stellvertretende Vorsitzende Markus Bockholt die Mitglieder beruhigte: „Zweck und Inhalt des Vereinswirkens sind in der Satzung gleichgeblieben.“ Die Mitglieder stimmten der Anpassung einstimmig zu.

Der „Beflügelte Aal“ konnte nur visuell vorgestellt werden, blickte Christa Schwab zurück. Außerdem wurde die Skulptur vom Sämann im Bereich der Einfahrt von Hof Schulze Allendorf am 30. August 2020 unter Mithilfe der Städtepartnerschaftsgäste aus Teltow vom Unkraut befreit.

Noch für dieses Jahr sind weitere Veranstaltungen geplant. Am 21. September soll um 9 Uhr eine Gedenkplatte zur Hexenverfolgung an der Fassade des Alten Rathauses eingeweiht werden. Für den 10. Oktober ist ab 14 Uhr ein Herbstfest mit kleinem Programm auf Mittrops Hof vorgesehen. Der nächste „Beflügelte Aal“ soll am 12. November vorgestellt werden. In diesem Zusammenhang erklärte Schwab, dass für diese Reihe ein komplettes Inhaltsverzeichnis von der ersten Ausgabe an erstellt werden soll. Am 27. November will der Heimatförderkreis zum plattdeutschen Abend mit Dr. Klaus-Werner Karl einladen, der ein Grünkohlessen beinhaltet.

Kassiererin Gertrud Baumann bilanzierte eine stabile Kassenlage, so dass die Mitglieder den Vorstand einstimmig entlasteten. Markus Bockholt stellte zum Abschluss das „Ahlen-Wiki“ vor: „Das ist ein Lexikon für Ahlen.“ Es kann unter www.ahlenwiki.de aufgerufen werden. Der Vize-Vorsitzende sieht es auch als Möglichkeit, neue Mitglieder für den Förderkreis zu gewinnen. Retten konnte er dank eines Hinweises ein Gemälde des Ahlener Künstlers Bräuer, das fast entsorgt worden wäre. „Das ist ein typischer Fall dafür, wo Menschen Wohnungen leerräumen und unbewusst geschichtliche Gegenstände auf dem Müll landen“, so Bockholt.

von -rst-

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