Eigenes Spendenziel mehrfach getoppt


Es ist schon ein Abenteuer, die Strecke von Berlin bis nach Paris mit dem Fahrrad zurückzulegen. Norbert Kleyboldt tut es sogar für einen guten Zweck. Er will ukrainischen Kindern helfen.

Kurz vor dem Start in Berlin lässt sich Norbert Kleyboldt vor dem Brandenburger Tor ablichten. Da kann er noch nicht wissen, dass sein Spendenziel noch mehrfach übertrumpft werden will. privat

Als Norbert Kleyboldt am vorigen Freitag durchs Münsterland radelt, poppen auf vielen Mobiltelefon permanente Unwetterwarnungen auf. Tornadogefahr! Dass die Lage am Ende relativ ruhig bleibt, lässt den Mann auf zwei Rädern wieder zufrieden auf ein anderes Parameter blicken: sein Spendenziel. Er legt nämlich rund 2000 Kilometer zurück, um dadurch Spenden für ukrainische Kinder zu sammeln.

Spenden für ukrainische Kinder

Wenige Tage zuvor ist Norbert Kleyboldt noch mitten in Berlin, denkt an den schrecklichen Krieg in der Ukraine und ist zugleich froh, nicht untätig bleiben zu müssen. Seine Aktion soll den Schwächsten vor Ort helfen. Früh morgens um 6 Uhr geht‘s los. Natürlich nicht, ohne das Ganze noch mit einem Startfoto vor dem Brandenburger Tor zu verbinden. Am 16. Mai verlässt er die Hauptstadt. „20 Tage – 2000 Kilometer – 2000 Euro Spenden“ lautet sein ursprüngliches Motto auf dem Weg von Berlin über Amsterdam und Brüssel bis zum Zielort Paris. „Ursprünglich hatte ich beabsichtigt, nur in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Spenden zu sammeln. Und zwar mit einem kleinen eher symbolischen Spendenziel. Nunmehr habe ich allein etwa 5000 Euro in diesem Kreis sammeln können und das gesamte Spendenziel auf 8000 Euro erhöht“, sagt er. „Ich bin sehr beeindruckt.“

Reise geht nach Paris

Nicht einmal 24 Stunden, nachdem der Radler seine Idee bei der Organisation „Save the Children“ ins Netz gestellt hat, ist sein erstes Spendenziel mit 2000 Euro zu drei Viertel erreicht. „Das war ein großer Vorschuss zum Start. Das spornte mich zusätzlich an!“

Zunächst erhöht der Wohltäter daher sein Ziel auf 3000 Euro. Am Samstag vor der Tour sind plötzlich fast 3000 Euro erreicht. „Hammer“, lautet Kleyboldts Kommentar im Netz, worauf er sein Spendenziel erneut anpasst – nun auf 4000 Euro. Es geht in den Folgetagen munter weiter; die 5000 wird geknackt, dann die 6000.

Zum Wochenende ist Norbert Kleyboldt schon wieder raus aus dem Kreis Warendorf. Dass er die aktuelle Spendensumme wohl noch mehrfach anpassen muss, ist nicht unwahrscheinlich, schließlich ist er noch einige Tage unterwegs, bis er Paris erreicht. Spannend werde es vor allem in den größeren Zwischenstationen Amsterdam und Brüssel. Da freut sich Kleyboldt nicht nur auf den Blick zum Tacho und dem Spendenbarometer, sondern vor allem auf interessante Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Da, wo es möglich ist, kommt er gerne mit Leuten ins Gespräch.

von Von Christian Wolff

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