Ein Glücksfall für die Stadt


Mit einer Finissage bei ging nach viermonatiger Dauer die Ausstellung „Museum der Menschheit“ offiziell beendet worden. Ein Glücksfall für Ahlen, wie es hieß.

Sie stehen sinnbildlich und faktisch für die Realisierung des Museums der Menschheit. Dierk Hartleb

„Ich fühle mich ein bisschen wie ein Ahlener.“ Mit dieser Liebeserklärung an die Stadt überraschte Ruben Timman am Samstagabend bei der Finissage der Ausstellung „Museum der Menschheit“ die Gäste im Innosozial-Beratungszentrum am Röteringshof. Der niederländische Fotograf hat die Stadt vier Monate lang mit seinen großformatigen Porträts bespielt, verbunden mit der Botschaft von Würde und Schönheit.

In seiner Begrüßung stellte Innosozial-Geschäftsführer Dietmar Zöller die von ihm und seinem Team initiierte Ausstellung in den Rahmen der Integrationsarbeit seines Sozialverbandes, die ihren öffentlichkeitswirksamsten Ausdruck seit 2009 in der Aktion „Ahlen zeigt Flagge“ findet. Zugleich habe Innosozial versucht, mit einer Reihe von Studien auf die Veränderungen der soziologischen Zusammensetzung der Stadtgesellschaft und die damit verbundenen Erwartungen und Ansprüche der Menschen hingewiesen.

In einer Powerpoint-Präsentation ließen Elke Kreutzer und Stefanie Bohle die wichtigsten Stationen der Ausstellung in Bildern und Dokumenten Revue passieren, unterstützt von kurzen Filmeinspielungen. Dazu gehörten die Führungen, die Benedikt Ruhmöller, Birgit Zöller und Serhat Ulusoy angeboten hatten ebenso wie die zahlreichen Konzerte, die das Rahmenprogramm geprägt haben. Auch die Abschiedsfeier wurde wie die Eröffnung am 3. Juli von Hale Güneri musikalisch einfühlsam begleitet.

„Wir haben Vielfalt gezeigt“, resümierte Zöller in seiner Rede unter der Überschrift „Was bleibt!“ Es sei das Ziel gewesen, die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit von Herkunft, Alter und Lebensumständen zu zeigen, denen allen der gleiche Respekt zukomme. Einige Erwartungen, wie ein stärkeres Interesse der lokalen Politik, hätten sich nicht erfüllt. Auch die angesprochene Migrationsbevölkerung („Ihr seid gemeint“) habe sich nur teilweise eingebracht. Bewährt habe sich die Zusammenarbeit mit den 20 Partnern, zu denen auch der Kunstverein gehöre. Die Verbindung Kunst und Kultur mit sozialer Arbeit sei ein Gewinn für die Zukunft. Das sah auch der CO-Vorsitzende des Kunstvereins Gerd Buller so, der den Verein für neue Gruppen öffnen möchte.

Benedikt Ruhmöller, der wie Buller mit zum Vorbereitungsteam gehörte, stellte fest: „Die Ausstellung tut Ahlen gut. Sie war ein Glücksfall für die Stadt.“ Letztere wurde vertreten von Lutz Henke und Kulturmanager Christoph Wessels.

von Von Dierk Hartleb

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