Ein kräftiges „Horrido“ auf Julius Heuser


Es war fast schon wie ein nachgeholtes Schützenfest, als sich Offiziere und Jungschützen des Bürgerschützenvereins Ahlen zum Biwak trafen.

Für viele Bürgerschützen war es das erste Wiedersehen im grünen Rock seit über zwei Jahren und zugleich ein Gefühl wie bei einem nachgeholten Schützenfest: Offiziere und Jungschützen veranstalteten am Samstag ein gemeinsames Biwak auf dem Hof Bolsenkötter, bei dem einfach alles passte – vom Wetter bis zur Stimmung.

Begrüßt wurden die angemeldeten Mitglieder mit einer silbernen Erinnerungsgabe, die Raphael Fischer gestaltet hatte. Die stilisierte Darstellung des Coronavirus, kombiniert mit drei Puzzleteilen, die symbolisch für Zusammenhalt im Bürgerschützenverein stehen, trug jeder Besucher stolz am Revers. Vorsitzender Horst Schenkel freute sich, welch gute Resonanz die Einladung gefunden hatte und begrüßte später auch den heimischen Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum.

„Die vergangenen zwei Jahre haben unsere Kameradschaft auf eine harte Probe gestellt“, sagte Oberst Frank Beier. „Ohne persönliche Treffen unsere Gemeinschaft zu pflegen, ist nur eine gewisse Zeit möglich. Umso mehr freue ich mich über die zahlreiche Teilnahme an diesem Biwak.“ Besonderen Dank richtete der Schützenbataillonskommandeur an die Gastgeber Aline, Charlotte und Hendrik Koch sowie das Organisationsteam aus Jungschützen und Führungsoffizieren. „Ich bin stolz auf euch“, bekannte Beier und leitete gleich zu einer Ehrung für besondere Verdienste über. Zunächst ging es um Lennart Hartmann, der sich als Quartiermeister stark engagiert. „Nur Schittken Brüggemann kann einschätzen, wie viel Arbeit dieses Amt mit sich bringt“, so der Oberst. Seine starke Vereinsbindung habe in den vergangenen zwei Jahren auch Josef Ostermann unter Beweis gestellt. „Er spürt Fördertöpfe auf, wenn Fahnen oder Schellenbaum restauriert werden müssen oder ein Buch gedruckt werden soll.“

Später wurde es spannend, denn endlich durften die Jungschützen wieder einen Schießwettbewerb austragen und einen eigenen Regenten ermitteln. Den entscheidenden Treffer erzielte dabei Oberstabsfeldwebel Julius Heuser, der gleich frenetisch gefeiert wurde. Ein kräftiges „Horrido“ aus den Kehlen seiner Kameraden ertönte, bevor ihm mit der traditionellen Bierdusche die Jungkönigswürde übertragen wurde. Nebenbei hatte Heiner Gosda als Jungschützenchef noch einige Beförderungen ausgesprochen und mehrere Anwärter aufgenommen.

Musikalisch begleitet wurden die Schützen vom Modern Wind Orchestra unter Leitung von Tristan Iser. Neben dem Ohrenschmaus kam auch der Gaumenschmaus nicht zu kurz. Die Bürgerschützen wurden mit deftigen Speisen bestens verpflegt.

von Von Christian Wolff

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