Einsparung bei Strom und Wärme hat weiter Priorität


Die Evangelische Kirchengemeinde ist für weitere vier Jahre Trägerin des „Grünen Hahns“. Die Überprüfung im Rahmen des kirchlichen Umweltmanagement-Systems brachte ihr viel Lob ein. Aber die Gemeinde hat sich dennoch weitere Ziele gesteckt.

Das Umweltteam der evangelischen Kirchengemeinde freut sich über die Rezertifizierung (v.l.): Kathrin Sievers, Horst Schulte, Pfarrerin Martina Grebe, Marion Schröder und Manfred Röttjes. Kunst

„Erfüllt in vollem Maße“, lautete das Urteil der kirchlichen Umweltrevision. Es löste große Freude in der Evangelischen Kirchengemeinde aus. „Damit sind vier Jahre erfolgreichen kirchlichen Umweltmanagements revalidiert worden“, erklärte Pfarrerin Martina Grebe. Zudem wurde die Gemeinde für vier weitere Jahre mit dem „Grünen Hahn“ rezertifiziert. Eine Urkunde im Gemeindesaal der Christuskirche verweist nun darauf.

In zahlreichen Projekten habe sich die Gemeinde seit Jahrzehnten für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung eingesetzt, berichtete Grebe. Im kirchlichen Umweltmanagement-System „Grüner Hahn“ wurden im März 2018 bis dahin vereinzelte Maßnahmen zusammengeführt und organisatorisch verankert.

Hervorgehoben wurden im Bericht der Umweltrevisorin des Kirchenkreises Hamm unter anderem die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleitung und die Einhaltung des geltenden Umweltrechts. Besondere Stärken seien „das gut organisierte Team, das mit großem Engagement und fachlicher Kompetenz ausgestattet ist“, eingespielte Abläufe und eine weit über das Gebäude- und Energiemanagement hinausgehende thematische Vielfalt.

„Besonders wichtig war uns die CO2-Bilanz“, sagte Grebe. Strom und Wärme mussten eingespart werden. In der sanierten Christuskirche sank beispielsweise der Stromverbrauch von 2018 bis 2021 um 3800 Kilowattstunden. „In allen Gebäuden wurden Leuchtmittel bis hin zu den Weihnachtsbaumlichterketten ausgetauscht und auf LED umgestellt“, informierte Grebe.

Auch künftig steht die Reduzierung des Strom- und Wärmeenergiebedarfs weiter ganz oben auf der Liste, monatlich werden Zählerstände ausgewertet. Eine Arbeitsgruppe entwickelt aktuell für das Pauluszentrum, der größten energetischen Baustelle, ein Konzept, das bis 2024 vorliegen und bis 2026 umgesetzt werden soll. „Wir hoffen, es geht unter den aktuellen Bedingungen etwas schneller“, so Grebe.

von Ingrid Kunst

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