Er bringt mehr als nur Stromspartipps mit


Der Nachfolger von Jochen Rölfing hat seinen Dienst angetreten: Hubertus Pieper ist der neue Energieberater der Verbraucherzentrale NRW im Ahlener Rathaus. Der Soester will hier direkt in die Klimaschutzarbeit einsteigen.

Hubertus Pieper zeigt Dr. Alexander Berger, wie man zuhause Strom ganz einfach selber produzieren kann. Stadt Ahlen

„Solch ein Gerät wird man in ein bis zwei Jahren in vielen Haushalten finden“. Hubertus Pieper ist davon überzeugt, dass stromproduzierende Haushaltsgeräte zum Standard werden. Zu seinem Antrittsbesuch bei Bürgermeister Dr. Alexander Berger brachte der neue Energieberater der Verbraucherzentrale NRW zu Demonstrationszwecken gleich eine – wie er sie nennt – „Photovoltaik-Anlage in klein“ mit. Ihre 150 Watt Höchstleistung reichen beispielsweise aus, um einen im Sparmodus laufenden Flachbildschirmfernseher zu betreiben. „Jeder Haushalt kann damit an der Energiewende teilnehmen“, so Pieper. Einfach Stecker rein und der kostenlose Strom von der Sonne fließt. Bis es allerdings soweit ist, müssten noch einige bürokratische Hürden fallen, die gegenwärtig die Verbreitung solcher Anlagen behindern.

Zum 1. September hat Hubertus Pieper die Nachfolger von Joachim Rölfing angetreten, der in den wohlverdienten Ruhestand gegangenen ist. Von Haus aus ist Pieper Architekt. An der RWTH Aachen hat er 1995 sein Diplom abgeschlossen und anschließend einige Jahre in Hamburg in Architekturbüros gearbeitet. Später ging es für den gebürtigen Hochsauerländer mit seiner Familie nach Soest. Seit 2004 war er dort als Gebäude-Energieberater selbstständig und im örtlichen Klimaschutzverein aktiv. Für die Verbraucherzentrale NRW hält Pieper schon seit 2010 Vorträge und Seminare und berät als Honorar-Energieberater in Lippstadt und Soest.

Ahlen sei bislang nicht auf seinem Radar gewesen, räumte Hubertus Pieper im Gespräch mit Berger ein. „Umso mehr freue ich mich auf engagierte und interessante Menschen. Und natürlich hoffe ich auf eine gute, lebendige und vielfältige Zusammenarbeit mit der Stadt und ganz besonders mit den Akteuren beim Klimaschutz.“

Als neuer Energieexperte vor Ort möchte Hubertus Pieper zeigen, wie es möglich ist, Energie und Ressourcen zu sparen, den Geldbeutel zu entlasten und die Klimabilanz der Kommune nachhaltig zu verbessern. Die Energieberatung ist für den Bürgermeister ein wichtiger Baustein in den kommunalen Anstrengungen, Ahlen bis 2030 klimaneutral zu machen. Mit der städtischen Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität, den Stadtwerken und vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern werde Pieper das Klimanetzwerk in Ahlen stärken.

Ob vor Ort in der ersten Etage des Rathauses, über Telefon oder per Video – Diplom-Ingenieur Hubertus Pieper beschäftigt sich umfassend mit verschiedenen Energiefragen, die die Menschen an ihn richten. Das kann eine Heizkostenabrechnung sein oder die fachlichen Einschätzung zum Heizungstausch und Wärmedämmung. Passende Tipps zum Energiesparen im Haushalt und zur Nutzung erneuerbarer Energien dürften zurzeit gefragt sein. Ganz wichtig ist für den Energieexperten dabei immer die individuelle Situation der Ratsuchenden, um die für den Einzelfall beste Lösung zu finden.

Am 8. Oktober (Freitag) kann man den neuen Energieberater persönlich sprechen. Er informiert von 12 bis 16 Uhr am Marienplatz mit einem Infostand über die Möglichkeiten, selber Strom zu erzeugen. Dies ist Teil der landesweiten Aktion der Verbraucherzentrale Solarstrom@Home.

Termine für die Energieberatung können direkt unter der zentralen Energie-Hotline 02 11 / 33 99 65 55 vereinbart werden oder über die Webseite verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.

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