Gäste verzichten gern auf Disneyversion


Mit dem Musical „Aladin“ stand an Nikolaus ein echter Klassiker auf der Bühne der Stadthalle. Die bunte Inszenierung erfreute nicht nur die kleinen Gäste.

Schon zum Auftakt deutete sich die Liebesgeschichte zwischen Prinzessin Yasmin und Aladin an (v.l.) Ralf Steinhorst

In eine Welt voller Abenteuer und Magie führte das Theater Liberi das Publikum am Nikolausnachmittag.

Es war in der Stadthalle mit dem Musical-Klassiker „Aladin“ zu Gast.

Wer erwartet hatte, die Ausführung lehne sich an die Version des Disney-Zeichentrickfilmklassiker von 1992 an, musste sich umstellen. Denn das Theater Liberi blieb beim Inhalt zwar der Linie des Musicals treu, die für die Komposition zuständigen Christoph Kloppenburg und Hans Christian Becker hatten die musikalischen Teile aber ganz neu gestaltet. Das kam beim Publikum gut an.

Überhaupt war das Musical ein guter Anlass, mal wieder auszugehen, die Stadthalle war trotz Pandemie vorwiegend von Familien mit Kindern gut besucht. Insofern traf der Auftaktsong mit seinem Refrain „Hier bei uns ist was los und der Spaß riesengroß“ den Punkt, auch wenn Voraussetzung war, während der Vorstellung in den Gängen und ebenso auf den Plätzen einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Die Geschichte war nicht neu, in der Rahmenhandlung versucht der Statthalter Dschafar (Robert Steffen) mit seiner Gehilfin Shahd (Lena Isabella Beltermann) den Sultan zu stürzen, um an die Macht zu kommen. Dabei versucht er Prinzessin Yasmin (Lisa Perner), die seine Pläne durchblickt, kaltzustellen. Die allerdings bekommt auf vielfältige Art Unterstützung vom Straßenjungen Aladin (Ali Marcel Yildiz), ihrer Zoofe Leilah (Maren Teichmann) und nicht zuletzt durch Wunderlampengeist Dschinni (Laurent N’Diaye). Dass das Musical parallel die Liebesgeschichte zwischen Prinzessin Yasmin und Aladin erzählt und beide Stränge glücklich ausgehen, ist auch in der Version des Theater Liberi nicht anders.

Insgesamt sahen die Zuschauer ein buntes Treiben auf der Bühne. Nur die etwas düstere Atmosphäre in der Höhlenszene fiel aus dem Rahmen, war aber mit der Verdunklung und der rauchenden Wunderlampe optisch sehr gut gelöst. Gut waren auch die Gesangstimmen der Darsteller. Überhaupt merkte man den Schauspielern ihre Freude an, wieder auf der Bühne stehen zu können. Insofern hatte sich der Nachmittag sowohl für Ensemble wie auch Zuschauer gelohnt.

von Von Ralf Steinhorst

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