Gerade jetzt hat Friedensarbeit Bedeutung


Die Kriegsgräbersammlung 2022 hat mit dem offiziellen Treffen der Sammler im Rathaus begonnen. Stark beteiligt ist erneut das Aufklärungsbataillon 7 aus der „Westfalen-Kaserne“.

Machten den Auftakt zur jährlichen Sammelaktion: Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 aus der „Westfalen-Kaserne“ und Ratsmitglieder. Peter Schniederjürgen

Die Sammelbüchsen rappelten am Samstag auf dem Markt, in der Stadt und in den Supermärkten. Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 aus der „Westfalen-Kaserne“ und Ratsmitglieder sprachen ungezählte Passanten an und baten um Unterstützung für den Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK).

Zuvor informierte Volksbund-Ortsgeschäftsführer Wilfried Hejnal im Bürgermeister-Besprechungszimmer des Rathauses die Spendensammler über die Arbeit des Volksbundes und die Verwendung der Spenden. „Die gehen in die Jugendarbeit und natürlich in den Erhalt der Gräber sowie die Umbettung von gefallenen Soldaten der Weltkriege“, erklärte Wilfried Hejnal.

Serhat Ulusoy, stellvertretender Bürgermeister, begrüßte die Sammler und gratulierte Wilfried Hejnal zu seiner 20-jährigen Ehrenamtsarbeit für den Volksbund. „Gerade jetzt, wo wieder ein Krieg in Europa tobt, wird uns die Bedeutung der Friedensarbeit des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge bewusst. Und Sie haben nie nachgelassen, diese Arbeit ins öffentliche Interesse zu rücken“, gratulierte Serhat Ulusoy dem Ahlener.

Hejnal gab den Sammlern noch ein paar Zahlen mit auf den Weg: „Wir betreuen insgesamt 832 Friedhöfe in 46 Ländern“, hob der Ortsgeschäftsführer hervor. Jährlich finden zwischen 15 000 und 18 000 Umbettungen von Vermissten statt. „Erst damit ist für viele Familien dieser Kriegsopfer die Trauer abgeschlossen, auch nach so langen Jahren“, stellte Hejnal klar.

So ist trotz der Gefahr und des Krieges auch in der Ukraine die Suche nach Vermissten nicht unterbrochen. „Der Krieg erschwert sie, aber verhindert sie nicht“, betonte er. Damit schwärmten die Soldaten und ihre zivilen Sammelkameraden aus, um Geld zu sammeln. Gleichzeitig ist das der Auftakt der Sammlung an den Haustüren im Stadtgebiet und in den Vororten. Hier werden in den kommenden Wochen ebenfalls Soldaten um Spenden bitten.

von Von Peter Schniederjürgen

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