Kinder leiden unter Sucht der Eltern


Die Kinder von Glücksspielsüchtigen nahm die Caritas in den Blick. Hermann Wetterkamp und Renate Theissen-Beckmann informierten zum Aktionstag Glücksspielsucht auf dem Wochenmarkt.

Hermann Wetterkamp und Renate Theissen-Beckmann informierten auf dem Wochenmarkt über die Leiden der Kinder von Glücksspielsuchtbetroffenen Peter Schniederjürgen

Wie ist die kindliche Wahrnehmung der Glücksspielsucht der Eltern? Das war am Aktionstag „Glücksspielsucht“ das Thema am Informationsstand der Caritas auf dem Wochenmarkt. Renate Theissen-Beckmann und Hermann Wetterkamp von der Caritas informierten.

Eine Glücksspielsucht belastet auch das soziale Umfeld. „Kinder aus spielsuchtbelasteten Familien sind sehr betroffen“, sagt Diplom-Sozialpädagogin Renate Theissen-Beckmann. Darum befasst sich der Tag auch besonders mit dem Nachwuchs. „Auch wenn viele hoffen, dass Kinder nichts davon mitbekommen, leiden die Kinder immer unter den Folgen“, führt Wetterkamp aus. Dies geschehe manchmal direkt, manchmal indirekt. Schließlich stelle sich das Gefühl ein: „Was mit mir ist, interessiert doch keinen.“

Kinder spüren schnell, wenn das Glücksspiel für ein Elternteil immer mehr zum Lebensinhalt wird. Ihnen fehlen Liebe und Geborgenheit. Manche glauben gar, sie seien schuld an den Sorgen der Erwachsenen, erklären die Experten. Die Kinder schämen sich und übernehmen Verantwortung – mehr als ihnen gut tut. Das überfordere und verunsichere sie.

Manche Kinder werden traurig oder wütend. Andere bekommen körperliche Beschwerden. Oft werden ihre Leistungen in der Schule schlechter. Ihr Risiko, später im Leben selbst süchtig zu werden, sei stark erhöht.

von -pes-

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