L 586: Separater Radweg wird fortgeführt


Ein separater Radweg statt der üblichen Randstreifen: Auch für die Strecke zwischen Vorhelm-Dorf und Vorhelm-Bahnhof soll es einen neuen Querschnitt geben.

So wie auf dem Abschnitt zwischen Tönnishäuschen und Vorhelm soll die L 586 auch zwischen Vorhelm und dem Ortsteil Bahnhof umgestaltet werden – mit separatem Radweg. Christian Wolff

Zwischen Tönnishäuschen und Vorhelm läuft der Radweg bereits auf eigener Fahrbahn. Jetzt hat der Landesbetrieb Straßen NRW auf Bestreben der Verwaltung den Vorschlag aufgenommen, die L 586 ebenso zwischen dem Ortsausgang Richtung Roland und Vorhelm-Bahnhof mit einer solchen Umgestaltung zu versehen, wobei die bisherigen Randstreifen entfielen.

„Aufgrund der durchgängigen Sanierungsbedürftigkeit und des fehlenden Radwegs bis zum Kreisverkehr Beckum-Roland, hat der Landesbetrieb der Verwaltung eine Vereinbarung vorgelegt, dass die Stadtverwaltung die Querschnittsumgestaltung mit einem kombinierten Geh- und Radweg vornimmt“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Kostenschätzung seitens des Landesbetriebes sieht eine Finanzsumme von drei Millionen Euro vor.

Der einzige Haken dabei: Die vorgeschalteten Planungsarbeiten soll die Stadt Ahlen übernehmen, die dafür eine Verwaltungskostenpauschale vom Landesbetrieb erhält, wie am Montag im Betriebsausschuss vorgetragen wurde. Der geplante Radweg habe sowohl eine inner- als auch überörtliche Bedeutung.

Frank Viehfeger (SPD) sah das kritisch: „Wir machen die Aufgaben von Dritten und eigene Sachen bleiben liegen.“ Hubertus Beier (CDU) warb dafür, den Bau des separaten Radwegs zu forcieren: „Das, was zwischen Vorhelm und Tönnishäuschen bereits gemacht worden ist, kommt sehr gut an.“ Sein Parteikollege Dennis Kykal meinte, gegen den Ausbau sei im Prinzip nichts zu sagen, riet aber dennoch dazu, städtischerseits bei ureigenen Aufgaben nicht nachzulassen, wenn gleichzeitig Arbeiten des Landesbetriebs übernommen werden.

Diese Sorgen einiger Ausschussmitglieder konnte Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, jedoch relativieren: „Die Maßnahme wird zehn bis 20 Prozent einer Jahresarbeitskraft in Anspruch nehmen.“ Darüber hinaus könnten Planungsleistungen auch extern eingeholt werden, wofür es andere erfolgreiche Beispiele gebe. „Wenn wir das jetzt nicht machen, bekommt das Geld wer anders und es passiert nichts.“

Letztlich sprach sich der Betriebsausschuss einstimmig dafür aus, die Straßenumgestaltung auf diesem Wege umzusetzen.

von -chw-

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