Lehmann: Zurück zur Bestenauslese


Ein Kompromiss lässt Ruhe einkehren in den Streit um die Dezernentenvorstellung.

Auf eine Sondersitzung des Rates einigten sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger und die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und FWG. Ulrich Gösmann

Am Donnerstagabend haben sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger und die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und FWG darauf verständigt, am 24. September eine nicht-öffentliche Sondersitzung des Rates einzuberufen. Einziger Tagesordnungspunkt: Vorstellung der Kandidaten für die Dezernentenstelle.

„Wir sind froh, jetzt endlich wieder in die Sachdiskussion eintreten zu können“, zeigte sich Lehmann, am Donnerstagabend erleichtert über das Ergebnis. Lehmann weiter: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bewerberinnen und Bewerber diese Möglichkeit erhalten“, sie gehöre zu einem demokratischen Vorgang dazu. Der Unionsfraktion sei es bei den ratsinternen Diskussionen der letzten Tage lediglich darum gegangen, dass Verfahren rechtskonform und frei von Formfehlern zu halten. „Das sind wir schon allein den Kandidaten, aber nicht zuletzt auch unserer eigenen Glaubwürdigkeit schuldig.“

Die Rechtsauffassung der Verwaltung teile die Fraktion vollumfänglich; mehrere unabhängige Einschätzungen, welche man hierzu eingeholt habe, hätten diese Sicht bestätigt. Dennoch betonte Lehmann, dass er die juristische Diskussion leid gewesen sei: „Dies ist immer noch ein politischer Prozess“.

Erfreulich sei, dass die zwischenzeitliche Eskalation zurückgefahren werden konnte, wofür er sich bei allen Beteiligten des Gespräches am Donnerstag, vor allem bei dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Richter bedanke. Nun gelte es im Interesse der Stadt Ahlen zurück zu einer sachlichen Bestenauslese zurückzukommen, wobei er den Kandidaten der Union hierfür als sehr gut gerüstet erachtet. „Hier geht es nicht um Klüngelwirtschaft, sondern nur um eines: Die Stadt Ahlen mit einem führungs- und verwaltungserfahrenen Beigeordneten voran zu bringen.“

von -hat/pd-

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