Luftsprünge auf „größtem Highlight im Dorf“


„Coole Geschichte!“ „Atemberaubend!“ „Größtes Highlight im Dorf!“ Beifall gab‘s nach wohlklingenden Worten und der offiziellen Freigabe des Bike-Pars Vorhelm am Sonntag auch von den Fahren. Die standen Schlange. Mit Helm.

„Das ist ein Traum“, schwärmte Hubertus Beier in luftiger Höhe am Sonntagmorgen mit Blick auf den nagelneuen 3000 Quadratmeter großen Bike-Park Vorhelm am Sportplatz des TuS Westfalia.

Der Ortausschussvorsitzende gab zusammen mit Bürgermeister Dr. Alexander Berger, dem Dorfvorsitzenden Guido Keil, BMX-Weltmeister Alex Reinke und Radexperte Michael Hartke im Beisein von Gästen aus Politik, Vereinen und zahlreichen Zuschauern vom höchsten Platz der Bikebahn den Startschuss zur Nutzung des neuangelegten Freizeitgeländes.

Bevor die vorrangig jugendlichen und ungeduldig wartenden Fahrer endlich ihre Runden auf dem Kurs drehen konnten, standen Grußworte auf dem Programm. Die neue Bahn sei eine coole Geschichte, so Keil. „Ich bin fest überzeugt, dass die Anlage langfristig wichtig ist für Ahlen und Vorhelm“, sagte er und dankte vor allem Beier als Ideenanschieber und politischem Projektbegleiter für seinen Einsatz. Alex Reinke habe die Anlage mit seiner Firma „Ride Parks“ „mit Sinn und Verstand und mit viel Leidenschaft gepaartem Knowhow“ in Rekordzeit gebaut. Zusammen mit Michael Hartke als ortsansässigem Experten in der Zweiradszene sei eine sehr gute Kombination zusammengekommen, die funktioniert habe.

Berger beglückwünschte die Vorhelmer zum „größten Highlight im Dorf“ und blickte auf die Entstehungsgeschichte zurück. Nach dem Ratsbeschluss im Februar 2021, ersten Treffen und einem Workshop mit Jugendlichen verzögerte die Pandemie eine schnelle Umsetzung der Pläne. Als es dann endlich losging, sei der Platz in zehneinhalb Tagen fertig gewesen.

Neben seiner großen Freude über die neue Begegnungsstätte stellte Beier die Mahnung an alle Nutzer, das Gelände pfleglich zu behandeln. „Was hier entstanden ist, muss in Schuss gehalten werden“, sagte er und überreichte Hartke als Vertreter der Aktiven Harke und Schüppe.

Bikeparkschöpfer Alex Reinke informierte über den Aufbau des Platzes, dessen verschiedene Strecken und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Auf der Endurorunde werden Fahrtechniken geübt, eingebaute Steine und Baumstämme können über- und umfahren werden, die Jumplines fordern zu Sprüngen heraus, können aber auch umfahren werden. Auf den Außenbahnen sind jüngere Fahrer mit Roller- und Laufrädern unterwegs. „Es ist ein Kurs für alle Altersklassen“, sagte Reinke.

Kein Halten gab es für die Aktiven mehr, als das Absperrband durch Bergers Schere durchtrennt wurde. An erster Stelle stürzten sich Kurserbauer Alex Reinke und der 15-jährige Ehrengast und Profifahrer Lennox Zimmermann auf die Strecke und zeigten Sprünge und weitere Tricks. Ihnen folgten zahlreiche Jugendliche und Kinder.

Die Bikebahn an der Ennigerstraße 44 ist täglich durchgehend geöffnet. „Wer dort fahren möchte, muss einen Helm tragen“, erinnerte Beier die Jugendlichen. Darunter auch der vierjährige Hans Reinke, der es sich nicht nehmen ließ, den Kurs seines Vaters praktisch zu testen.

von Von Ingrid Kunst

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