Mehr Pöttken als im Vorjahr


Kein Pöttkesmarkt auch in diesem Jahr. Aber ein Jahrespöttken muss sein. Soeben ist das beliebte Sammlerstück in den Verkauf gegangen.

Die erste Pöttkeslieferung ist eingetroffen: Josef Ostermann und Anna Sommer werben für das Sammlerstück, das auch ohne den traditionellen Markt zu haben ist. Reinhard Baldauf

Bei einigen war die Nachricht offenbar noch nicht angekommen, daher an dieser Stelle noch einmal schriftlich: Der „Pöttkes- und Töttkenmarkt“ wird am Wochenende nicht stattfinden – sehr zum Leidwesen von Händlern und Kunden. „Man merkt, dass viele darauf gehofft hatten“, sagt Josef Ostermann.

Der Porzellanhändler von der Oststraße, der sich zugleich als „Pöttkenminister“ um die beliebte Jahresgabe kümmert, blickt derweil auf umliegende Gemeinden, wo im Herbst diverse Märkte in abgespeckter Form ausgerichtet werden. „Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass in Ahlen zumindest ein kleiner Markt stattfindet. Aber ich habe auch großes Verständnis dafür, dass niemand ein Risiko eingehen will, schließlich ist ein Hygienekonzept sehr aufwendig umzusetzen und die Zahlen bei uns in Ahlen noch immer recht hoch.“

Immerhin: Das Pöttken 2021 ist ab sofort an allen bekannten Verkaufsstellen zum Stückpreis von 8,95 Euro haben. „Es ist eine praktische Schale, die gut für Obst, aber auch Gebäck, geeignet ist“, erklärt Josef Ostermann, nachdem er am Mittwoch die erste Lieferung erhalten hatte. Er sei in den vergangenen Wochen immer wieder nach einem Pöttken gefragt worden, so dass eine entsprechende Auflage bestellt wurde. „Im Vorjahr lagen wir bei einer 900er-Auflage, jetzt sind wir bei 1200.“ Und die werden zweifellos ihre Abnehmer finden, wie seine Erfahrung aus den Jahren zuvor gezeigt hat. Zusammen mit Anna Sommer baute Ostermann am Mittwoch vor seinem Geschäft einen Stand mit den Pöttkes von 2021 und 2020 auf. „Da das Vorjahrespöttken auch immer wieder nachgefragt wurde, haben wir noch ein paar Exemplare nachgeordert“, so Ostermann. „Immerhin handelt es sich um beliebte Sammlerstücke. Ich kenne viele Menschen, auch von Auswärts, die jeden Pott, der seit 1977 auf den Markt gekommen ist, in ihrem Schrank stehen haben.“

von Von Christian Wolff und Reinhard Baldauf

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