Mit ökologischem Profil durch das Wahlkampffinale


Als Klimaschutzwahl bezeichnete Manuela Ripa bei ihrem Wahlkampfauftritt in der Lohnhalle die Bundestagswahl am kommenden Wochenende. Dafür habe ihre Partei, die ÖDP, das konsequenteste Konzept.

Die ÖDP-Europaabgeordnete Manuela Ripa bezeichnete die kommende Bundestagswahl als Klimawahl. Ralf Steinhorst

Als einzige ökologische Alternative im Bundestagswahlkampf stellte Manuela Ripa die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) am Dienstagnachmittag in der Lohnhalle bei einer Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei heraus. Das sei wichtig zu wissen, weil diese Wahl eine Klimaschutzwahl sei.

Manuela Ripa, ÖDP-Abgeordnete im Europaparlament, kam entsprechend klimafreundlich mit einem Wasserstoff-Pkw angereist. Leider von einem koreanischen Hersteller, wie sie bedauerte, denn die deutschen hätten schon vor Jahren die Entwicklung klimafreundlicher Autos verschlafen.

„Wir wählen in diesem Jahr nicht für die nächsten vier, sondern die nächsten 40 Jahre“, unterstrich Manuela Ripa, dass mit dem Klimaschutz nicht weiter gewartet werden könne, die Gesellschaft steuere ungebremst auf eine schnelle Erderwärmung zu. Welche Auswirkungen das habe, hätten insbesondere die Wetterextreme in diesem Sommer gezeigt, die zu Hochwassern und Waldbränden geführt haben.

Um wirksame Maßnahmen dagegen vorzunehmen, habe die ÖDP das konsequenteste Konzept aller Parteien: „Selbst die Grünen haben nach Expertenanalyse kein klimataugliches Programm.“

Manuela Ripa bezeichnete den Bundestagswahlkampf als inhaltslos: „Die Debatte über das Klima fehlt komplett“. Wo die ÖDP stehe, links oder rechts? Sie stehe vorne, ließ sich die EU-Abgeordnete in keine politische Schublade einsortieren.

Zumindest habe sich die EU-Kommission auf dem Weg zum ersten klimaneutralen Kontinent mit den Planungen eines „Green Deals“ auf den Weg gemacht: „Das ist ein Licht.“ Der Schatten sei aber, dass kontraproduktiv weiter am Wachstumsgedanken festgehalten werde. Zudem müssen bei dem Vorhaben die europäischen Staaten, nämlich der Europäische Rat, mitziehen. Der aber habe schon oft Vorhaben ausgebremst.

Am Ende müssten aber auch die Menschen mitgenommen werden, ohne die Beteiligung jedes Einzelnen gehe es nicht. Zum Beispiel bei der Ernährung. „Es geht auch darum, weniger ist mehr“, will Manuela Ripa den Fleischverbrauch reduzieren und damit die Massentierhaltung und die Emission des klimafeindlichen Methangases. Gleichzeitig sollen die Landwirte finanziell abgesichert werden. Zudem müsse man führend in der Kreislaufwirtschaft werden: „Abfall ist Luxus.“

von -rst-

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