„Sanitrans“ setzt auf gute Atmosphäre


Ein weiteres Corona-Schnelltestzentrum eröffnet am Freitag (3. Dezember) an der Porschestraße 4 bei der Firma „Sanitrans“. Der Probebetrieb lief bereits reibungslos.

„Sanitrans“-Geschäftsführer Adrian Blaschke nimmt am Probelauf seines neuen Corona-Schnelltestzentrums teil. Neben dem tiefen Nasenabstrich besteht auch die Möglichkeit, einen Rachenabstrich vornehmen zu lassen. Bei Kindern reicht ein vorderer Nasenabstrich. Christian Wolff

Ein angenehmer Duft, weihnachtliche Musik und liebevolle Deko mit Adventskranz und Beleuchtung empfängt jeden Besucher. Fast lässt sich beim Gang durch die Flure an der Porschestraße vergessen, dass es sich hier um ein Corona-Schnelltestzentrum handelt. Am Freitag geht das Angebot der Firma „Sanitrans“ offiziell an den Start.

„Corona ist sonst immer nur mit Sperrschildern und Verboten verbunden“, sagt Geschäftsführer Adrian Blaschke. „Wir wollten daher so gut es geht eine behagliche Atmosphäre schaffen, die nicht so trist und nüchtern ist wie in einer Arztpraxis.“ Schließlich sei der von vielen als unangenehm empfundene Abstrich nur eine Sache von wenigen Sekunden.

Ansonsten greift auch bei der „Sanitrans“ GmbH, die sich ansonsten auf Krankentransporte spezialisiert hat, das bewährte System bestehender Teststellen: Das Einloggen funktioniert bequem per Smartphone über QR-Code. „Und wer keines hat, den registrieren wir natürlich auch manuell“, sagt Blaschke beim Presse-Ortstermin, während in der Einrichtung noch die letzten Probeläufe absolviert werden.

Nur wenige Wochen liegen zwischen Idee und Umsetzung. Erst am 11. November habe er den Antrag beim Kreis Warendorf gestellt, bereits einen Tag später sei ein Rückruf erfolgt, kurz das rauf das „Ok“, beschreibt der Betreiber. Als ausgebildeter Rettungsassistent hat er die Qualifikation, seine Mitarbeiter in die Abläufe einzuweisen und muss keine zusätzliche Kooperation mit einem Arzt eingehen. „Der Bedarf ist einfach da. Seitdem klar ist, dass wir es machen dürfen, sind wir nahezu Tag und Nacht mit dem Thema beschäftigt“, sagt er. Die Bestellung von Schnelltests sei anfangs gar nicht so leicht gewesen, da der Markt angesichts stark gestiegener Fallzahlen täglich leergefegt wird. Inzwischen sei die Testverfügbarkeit per Festvertrag jedoch sichergestellt. „Wir haben für die Umsetzung dieses Zentrums einen sechsstelligen Betrag vorgeschossen. Davon kam nichts vom Staat“, hält Blaschke fest. „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, mit dieser Pandemie fertig zu werden.“ Neben dem Stammpersonal von „Sanitrans“ sorgen von nun an 14 zusätzlich eingestellte Aushilfen für den reibungslosen Betrieb.

Vom Empfang mit Anmeldung geht es über einen Flur in einen großzügigen Wartebereich. Sogar an Spielzeug für die kleinen Besucher ist gedacht. Der Geschäftsführer lobt dabei vor allem seine Frau, die bei der Ausstattung das richtige Händchen gehabt habe.

„Der große Vorteil ist, dass wir den gesamten Ablauf in unseren Innenräumen konzipieren konnten. Es muss also gerade jetzt in der kalten und nassen Jahreszeit niemand draußen stehen und frieren“, sagt Adrian Blaschke und hofft, dass viele Bürger diese neue Anlaufstelle annehmen. Um die Attraktivität zu erhöhen, läuft der Betrieb auch an Sonn- und Feiertagen – gerade mit Blick aufs Weihnachtsfest.

Der Test an sich ist innerhalb weniger Minuten gemacht, das Ergebnis folgt weitere 15 Minuten später. „Das Ganze geht wirklich zügig.“ Neben den kostenlosen Bürgertests hat „Sanitrans“ auch PCR-Tests im Angebot. Wichtig: Die Bezahlung hierfür erfolgt durchweg bargeldlos.

Die Öffnungszeiten des Corona-Schnelltestzentrums bei „Sanitrans“: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 20 Uhr; Samstag von 8 bis 17 Uhr; Sonn- und Feiertag von 10 bis 15 Uhr.

von Von Christian Wolffund

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