Schüchterne Vierbeiner mit Charme


Sie sind so niedlich, man möchte sie einfach umarmen. Das mögen Alpakas aber gar nicht, erfuhren die Gäste beim Alpaka-Advent in Dolberg.

Wenn die Menschen sich dezent zurückhalten, dann kommen die Alpakas von selbst. Sie sind nämlich neugierig, wie die Gäste des Alpaka-Advents am Samstag erfuhren. Peter Schniederjürgen

Sie sind einfach süß und sehen kuschelig aus, die Alpakas. Mit freundlichen Gesichtern und langem hübschen Fell blickten sie am Sonntag dem unablässigen Besucherstrom auf der Dolberger Alpakafarm „Finja and Friends“ entgegen. Zwischen 11 und 16 Uhr konnten die Tiere besucht und besichtigt werden. Eigentümer Jan Dobrindt und Lebensgefährtin Christina Köster hatten mit dem rund 13-köpfigen Team zum Alpaka-Advent geladen.

Und das mit sichtbarem Erfolg. Das Parken war die zunächst die Herausforderung, wenn man diese sympathischen Tiere näher betrachten wollte. Wer sich entsprechend verhielt, dem kamen die flauschigen Vierbeiner auch von selbst näher. „Alpakas sind scheu, aber auch neugierig“, schmunzelte Christina Köster. Dabei enttäuschten die Tiere allerdings in einem Punkt: Sie sind nämlich gar nicht so kuschelig wie sie aussehen. Trotzdem war die Begegnung mit diesen südamerikanischen Nutztieren für die Gäste ein Erlebnis.

Das Finja-Team wusste das große Interesse der Menschen für die Tiere passend zu kanalisieren. Abwechselnd wurden die Stuten- und die Hengstwiese für die Besucherinnen und Besucher geöffnet. Begleitet von den Mitarbeitenden konnte Mensch auf Tuch- oder besser auf Fellfühlung gehen.

Vorausgesetzt man verhielt sich gemäß der Alpakaetikette. Dezente Zurückhaltung wurde durch intensives Schnuppern von tierischer Seite belohnt. Trotzdem blieben die Fluchttiere auf Distanz. Und streicheln ging nur wenig, kuscheln gar nicht. „Alpakas haben sehr kurze Zungen, sie lecken ihre Fohlen nach der Geburt nicht ab. Daher haben sie nicht das Gefühl der mütterlichen Zunge, an das später durch das Streicheln erinnert, wird“, erklärte Mitarbeiterin Sabrina Stroick.

Und wie kommen die Tiere von den Anden auf den Halberg? „Das ist ein etwas eskaliertes Hobby“, schmunzelte Jan Dobrindt. Der Feuerwehrmann hatte schon während seiner Ausbildung im Ruhrgebiet zum Ausgleich und zur Entspannung auf einer nahen Alpakafarm ausgeholfen. Dabei sprang der Funke zu den sympathischen Vierbeinern über. Er gründete die Alpakafan und bekam die Gelegenheit, Land am Halberg zu pachten. Schnell war auch Christina Köster überzeugt.

Neben der Zucht und Pflege der Tiere ist auch noch ein Hofladen eingerichtet worden. „Hier bieten wir auch Produkte aus der tollen Wolle der Alpakas an“, erklärt Christina Köster. Sie nutzt die wunderbar weiche Wolle selbst gern zum Stricken. Weitere Info gibt es unter finja-and-friends.de.

von Von Peter Schniederjürgen

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