Schüler stimmen schon ab


Im Städtischen Gymnasium sind schon die Fünftklässler stimmberechtigt. Dort hat die Juniorwahl auch schon stattgefunden. Doch auf das Ergebnis müssen die Schüler noch etwas warten.

Peter Schniederjürgen

Die Juniorwahl am Städtischen Gymnasium nimmt die Bundestagswahl thematisch schon vorweg. „Stimmberechtigt sind alle Schüler, von der fünften Klasse bis in die Oberstufe“, sagt Vanessa Höllen, Lehrerin der 9b. Die Klasse hat die Wahl organisiert und stellt das Wahlteam.

Es geht zu wie in jedem x-beliebigen Wahllokal. Einziger Unterschied: Die Schüler weisen sich mit dem Schülerausweis oder der Mensakarte aus. Sie werden eingetragen und erhalten ihren Stimmzettel, natürlich erst nach der gründlichen Desinfektion der Hände. Mit den Wahlunterlagen geht es in die Kabine. Die ist zwar nicht ganz so hoch wie die echte, aber sie tut’s auch. Dann kommt der Moment der Wahrheit. Wohin mit den Kreuzchen?

„Das ist ziemlich aufregend, gerade weil ich das noch nie gemacht habe“, gibt Justus an. Er hat’s als einer der ersten mit seinen Klassenkameraden geschafft und das Wahllokal auf der anderen Seite wieder verlassen. Es herrscht der coronabedingte Einbahnstraßenverkehr im Wahllokal-Klassenraum.

Draußen besprechen die Sechstklässler das Prozedere. Was hast du gewählt, fragen sie sich gegenseitig. Doch darf man darüber überhaupt reden? Die Nachbereitung der Wahl ist Thema im nächsten Geschichts- oder Politikunterricht.

Ausgezählt werden die Ergebnisse erst nach der offiziellen Wahl. „Einige Schüler der Oberstufe könnten sonst vielleicht beeinflusst werden, das wollen wir vermeiden“, erklärt Vanessa Höllen. Bis dahin bleibt es für die Schüler doppelt spannend.

von Von Peter Schniederjürgen

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