Skater werfen ihre Schatten voraus


Der Skaterverein Dezentrale-Ahlen fühlt sich in der alten Maschinenzentrale auf dem Zechengelände richtig wohl. Die Sportler würden gerne dort einziehen, was das Stadtteilbüro durchaus unterstützen würde.

Die Skater sollen hier ein Zuhause bekommen finden (v.l.) Hermann Huerkamp, Martin Blomberg und Thomas Hagencord Stadtteilbüro

„Warum ist hier Licht an?“ Das steht fragend auf einem Ausdruck an einem Treppengeländer der ungenutzten Maschinenzentrale auf dem Gelände der Zeche Westfalen. Die Antwort: Der jüngst gegründete gemeinnützige Skateboard-Verein Dezentrale-Ahlen, kurz DZA, möchte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. „Unser großer Traum ist es, eines Tages in der Maschinenzentrale eine Skateboardhalle einzurichten und diese zu betreiben“, so der Vorsitzende des Vereins, Martin Blomberg. „Und diesmal aber legal“, scherzt der Kassenwart Thomas Hagencord. Denn vor nahezu 20 Jahren hatten die Köpfe der DZA schon mal einen Versuch gestartet, in Ahlen eine Skateboardhalle zu betreiben.

Jetzt belebt das Licht hinter den großen Fenstern der Maschinenzentrale das Gebäude. Auffällig ist, dass zwei Skateboarder ihren Schatten hinterlassen und somit auf eine neue Nutzungsmöglichkeit hinweisen.

Damit die Vereinsentwicklung stolperfrei verläuft, steht das Stadtteilbüro im engen Austausch mit dem jungen Verein. „Ich stehe dem Skateboardverein sehr offen gegenüber. Bei einem Demotermin im Oktober in der Maschinenzentrale waren über 70 Gäste zugegen. So sind auch weitere Projekte vorstellbar. Ich traue dem Verein das zu“, bekräftigt Hermann Huerkamp, Geschäftsführer des Stadtteilforums Süd/Ost und der Projektgesellschaft Westfalen. Für die Nachnutzung des Gebäudes soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden, in deren Folge sich der Verein für eine Nutzung bewerben kann. Die Maschinenzentrale ist aber so groß, dass außerdem weitere Nutzungen notwendig sind.

Bis dahin sei eine „Übergangslösung“ vorstellbar, so Huerkamp. Es sei angepeilt, über den Sommer 2022 die Maschinenzentrale für einige Termine dem Verein DZA zur Verfügung zu stellen. Bis dahin seien noch einige Verwaltungsvorgänge zu organisieren. Doch könnten sich die Beteiligten vorstellen, dass dieses Projekt auf fruchtbaren Boden fällt, damit die Dezentrale-Ahlen auch in Zukunft regelmäßig das Licht in der Maschinenzentrale auf dem Zechengelände anschalten kann.

Weitere Infos zum Verein gibt es online.

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