Spannender Kampf um die Regentschaft


Harmonisch war es. Und fröhlich. Und zum Schluss dann auch noch spannend. Ein besseres Fazit gibt‘s für ein Schützenfest wohl kaum.

Frank Herweg ist nach drei Jahren der neue Schützenkönig der Schützengemeinschaft Ahlen. Mit dem 422. Schuss beendete er das Vogelschießen, indem er die letzten Reste Aars mitsamt Stoß von der Stange holte. Er wurde damit Nachfolger von Peter Klösener, der aufgrund der zweijährigen Pandemiepause mit seiner Königin Carina Grinsch das Schützenvolk der Gemeinschaft drei Jahre regierte. Die Krönung Frank Herwegs wird im kommenden Jahr im Rahmen des Königsballs in der Stadthalle erfolgen.

Schon am Samstagnachmittag hatten Alexander Drögemöller als Regent der Avantgarde und Jason Mohns als neuer Kinderkönig festgestanden. Die neue Sektkönigin der Damenkompanie wird noch zu einem späteren Zeitpunkt ermittelt.

Nach einem spannenden Vogelschießen setzte Frank Herweg überglücklich nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden – das Schießen hatte gegen 16 Uhr begonnen – um 19.34 Uhr den Schlusspunkt. „Ich bin in diesem Jahr 30 Jahre im Verein, trotzdem war es nicht geplant. Am Ende hat es dann aber doch gejuckt“, reagierte der Uhrmacher- und Goldschmiedemeister auf seinen Königsschuss.

Er hatte sich damit gegen Dominik Fischer, Silke Gerhardt, Maximilian Moneck und Ronald Zent durchgesetzt, die als ihm als Mitaspiranten Paroli boten. Noch gegen 19.20 Uhr sagte Schießmeister Georg Hoppe beim Blick auf den Adler ein baldiges Ende voraus: „Wenn zwei bis drei Schüsse gut treffen, dann geht er flöten.“ Es dauerte dann doch noch 14 Minuten.

Beim Schießen der Insignien holten sich zuvor Marvin Bornemann die Krone (31. Schuss), Michael Harmeyer das Zepter (80.), Paul Gerhardt den Apfel (135.), Joel Golnisch Garcia die Schwinge links (245.) und Ralf Schulz-Kirst die Schwinge rechts (292.). Bis zum finalen Schuss war die Schlange an der Stange immer ansehnlich, so dass im Verlauf des Wettbewerbs Pausen ausblieben.

Bei idealem sommerlichem Wetter war das Hochfest der Schützengemeinschaft an der Friedrich-Ebert-Halle gut besucht, darunter waren auch Mitglieder anderer Ahlener Schützenvereine. Die Freude bei den Besuchern, wieder Schützenfest zu feiern, war sehr groß. Gutgelaunt zeigten sich auch Jürgen Seiler und Tochter Sophie Seiler, die ebenfalls an der Stange mitmischten, sich dann beim Finale aber zurückzogen. „Ich muss sagen, meine Tochter schießt besser als ich“, gestand der Vater lächelnd ein.

Der Vereinsvorsitzende Dietmar Kupfernagel zeigte sich am Ende hochzufrieden mit dem Verlauf des Schützenfestes, das Ingo Rütten letztmalig als Oberst bestritt. Das Fest klang am Ende mit Musik im Festzelt aus.

von Von Ralf Steinhorst

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