Ungewöhnliche Lösung für die Preisverleihung


Zwei erste und zwei dritte Preise – das ist schon eine ganz besondere Preisverteilung und -verleihung, die der Kunstverein am Donnerstag vornimmt. Wer sie bekommt? Die Gäste in der Stadtgalerie werden es an diesem Abend erfahren.

Diese filigrane Installation von Amine Bihal-Demircan gehört zu den Blickfängen in der Ausstellung zum 14. Förderpreis Junge Bildende Kunst des Kunstvereins. Dierk Hartleb

Zum 14. Mal verleiht der Kunstverein den Förderpreis Junge Bildende Kunst. In diesem Rahmen lädt der Vorstand am Donnerstag (26. Januar) zur Eröffnung der Ausstellung „Talente gesucht // Talente gefunden“ um 19 Uhr in die Stadtgalerie ein.

„Die Jury hat am 19. Januar getagt und die Preisträger ermittelt“, sagte Sven Henric Olde anlässlich der Vorbesichtigung am Dienstagmorgen.

Das vierköpfige Gremium, bestehend aus Franziska Franik, Urim Kodzadziku, Teresa Künstler und Stephanie Sczepanek, entschied sich für eine ungewöhnliche Lösung: Erstmals werden zwei erste Preise und zwei dritte Preise verliehen, ein zweiter Preis wurde nicht vergeben.

Die Juroren hätten ausführlich diskutiert, berichtete Sven Henric Olde, und sich schließlich auf diese ungewöhnliche Preisverteilung geeinigt. Mit Urim Kodzadziku habe man auch den Leiter des Juk-Hauses und damit einen Sozialarbeiter in der Jury gehabt, der wisse, wie „die jungen Leute ticken“.

Weil sich an dem Förderpreis diesmal nicht so viele junge Kunstschaffende wie in den vorangegangenen Jahren beteiligten, ist das Kabinett den Preisträgern früherer Jahre wie Maximilian Hallermann, Lina Neuhaus und Beyza Demir vorbehalten.

Bei der Suche nach den Ursachen, warum sich die Teilnehmerzahl mit 37 fast halbiert hat, tappen Irene Gromes und Ulrich Loermann als Co-Vorsitzende des Kunstvereins noch etwas im Dunkeln. Dabei gibt es erstmals keine Corona-Beschränkungen mehr, die 2021 und 2022 eine physische Eröffnung unmöglich machten. „Wir werden verstärkt das Gespräch mit den Schulen suchen“, kündigte Irene Gromes an. Denn die Begleitung durch die Kunsterzieherinnen und -erzieher habe sich in der Vergangenheit als außerordentlich förderlich erwiesen.

Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld von 700 Euro dotiert, das die Sparkasse Münsterland Ost aussetzt. „Uns ist diese Förderung sehr wichtig, weil sie auf Nachhaltigkeit angelegt ist“, fasste Taner Öcal für das Geldinstitut zusammen. Verbunden mit dem Preisgeld ist eine fünfjährige Mitgliedschaft im Kunstverein und Förderung in Grafik, Malerei und Skulptur.

Zur Vernissage hat sich auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger mit einem Grußwort angesagt. Und wie in den Vorjahren ist auch wieder ein Publikumspreis ausgesetzt.

von Von Dierk Hartleb

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