Wie Ställe zu Wohnungen werden


Mehrere Objekte waren am Tag des offenen Denkmals zu bestaunen. Dazu gehörte auch der ehemalige Hof Busch, heute Breloh, Im Seebrock.

Wie sich aus einer typischen Hofstelle des Münsterlands ein modernes Wohnquartier entwickelt, war am Sonntag auf dem Hof Breloh, Im Seebrock, zu sehen. Aus dem stark verfallenen Bauernanwesen wurde ein wahres Schmuckstück. Die alten Stallungen sind jetzt behagliche Wohnungen und gemütliche Heime mit großzügigen Gärten.

Architekt Christian Tripp erklärte den zahlreichen Besuchern die Besonderheiten bei der umfangreichen Renovierung der stark angejahrten Gebäude. Beispiel Fenster: „Die weißen Öffnungen kennzeichnen traditionell die Fenster des Wohnbereichs, die grünen Rahmen die der Stallungen und die grauen sind neu eingefügt“, zeigte der Bauingenieur.

Im Giebel thronen auf beiden Seiten zwei bodentiefe Fensterflächen und lassen viel Licht in die dahinterliegenden Räume. Ganz anders dagegen die deutlich kleineren Fenster unten. „Früher waren so große Glasflächen schwierig oder gar nicht herstellbar, darum herrschen diese Sprossenfenster vor“, zeigte Tripp. So wurden im Interesse des Denkmalschutzes diese originalen Fenster aufwendig restauriert und wiederverwendet.

Auch im Innenbereich der ehemaligen Tenne ist ein großzügiger Wohnbereich entstanden. Hier beherrschen die Zitate des Ex-Bauernhofs die Räume. So bilden gewaltige Steinplatten den Boden. Hoch darüber steigt der Blick zu den dicken Planken, die den Heuboden bildeten. Daran erinnert noch immer die Klappe zum Abwerfen des trockenen Grases. Wo früher Kühe gemolken und Pferde untergestellt waren, reihen sich nun moderne Wohnräume aneinander. Getrennte Eingänge und getrennte Gärten machen ein gemeinsames Wohnen in den Wohnbereich möglich.

von Von Peter Schniederjürgen

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