Zwischen Ton und Tischtennis


Langeweile in den Ferien? Kennen die Kinder, die zurzeit im Juk-Haus aktiv sind, garantiert nicht. Die Angebote sind dafür viel zu abwechslungsreich.

Annette Lingemann-Schubert zeigt, wie man aus Ton gestaltet. Martin Feldhaus

Der perfekte Mix für gelungene Herbstferien? Ist gefunden. Zumindest für die Kinder und Jugendlichen, die seit Montag an der Herbstferien-Kulturwoche „Nice“ im Juk-Haus teilnehmen. Sie setzen einfach auf eine Mischung aus Kunst und Bewegung und pendeln daher zwischen Ton und Tischtennis.

„Die Kombination von Kunst und dem offenen Bereich ist immer wieder eine Bereicherung für die Jugendkultur“, betont Juk-Haus-Leiter Urim Kodzadziku und freut sich über die fantastische Resonanz bei der Kooperation von Juk-Haus und Kulturbüro der Stadt Ahlen im Rahmen des Förderprogramms Kulturrucksacks NRW.

Als die Einrichtung im Burbecksort am Montag zum Ferienbeginn ihre Pforten öffnet, wird sie fast überrannt. Kein Wunder, warten doch neben drei Workshop-Angeboten, bei denen die Kids zu Künstlern werden, noch jede Menge andere coole Aktionen, um Langeweile gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Kunst statt Schule in den Ferien – das zieht. So arbeiten die Teilnehmenden etwa unter der Anleitung von Annette Lingemann-Schubert voller Akribie mit dem Werkstoff Ton. Ein bestimmtes Motto? Gibt es nicht. Hier kann man seiner Kreativität vielmehr freien Lauf lassen. Heraus kommen am Ende des Tages verschiedene Objekte wie Schalen, Kürbisse, Keksdosen und vieles mehr. „Die Teilnehmer haben ganz viele Ideen und sind alle motiviert und begeistert bei der Sache“, freut sich Künstlerin Lingemann-Schubert, die immer wieder wertvolle Tipps und Anregungen gibt und die Grundlagen fürs freie Gestalten mit Ton vermittelt.

Begeisterung für Kunst herrscht auch bei den beiden weiteren Workshops unter der Leitung von Sven Olde und Stephanie Sczepanek, wo die moderne Collagetechnik im Stil der Pop Art sowie experimentelles druckgrafisches Arbeiten angesagt sind. Konzentriert arbeiten die Kinder und Jugendlichen hier mit Wasser und Acrylfarben und kreieren Bilder mit unterschiedlichen Mustern und Farbnuancen. Mit dabei ist auch Kaan Schubert: „Ich war schon letztes Jahr dabei“, sagt er und freut sich darüber, dass es auch in in diesen Herbstferien wieder Kunst für Kids gibt. Kunst die beeindruckt. „Die Kinder sind oft überrascht und haben viele Lerneffekte“, erklärt Sven Olde.

Doch die kreative Ader ist nicht der einzige Faktor, der den Nachwuchs ins Juk-Haus zieht. „Es ist cool, dass die Tischtennisplatten jederzeit nutzbar sind“, findet Leonard Helmel, während er gerade mit Wasser und Acrylfarbe arbeitet, sich aber gleichzeitig schon auf die nächste Partie Tischtennis mit seinen Freunden freut. Denn wenn die Kunstworkshops um 18 Uhr enden, stehen noch diverse Turniere auf dem Plan, bei denen man sich so richtig schön auspowern kann. So zum Beispiel an der Tischtennisplatte oder am Kicker.

Gerade das offene Angebot, vor allem während der Ferien, schätzen die Besucherinnen und Besucher. „Ich habe viele Freunde hier und komme daher oft“, sagt zum Beispiel Jusuf. „Einfach ein bisschen chillen“, ergänzt sein Freund Tim. Allerdings nicht, ohne Stefan Spreehe vom Juk-Haus-Team daran zu erinnern, dass für später noch ein Spiel an der Tischtennisplatte verabredet ist. „Schlag den Betreuer“ – das sorgt für Spaß.

Die Resultate ihres Schaffens wollen die Kids ihren Eltern und weiteren Interessierten übrigens am heutigen Donnerstag ab 17.30 Uhr in einer Ausstellung präsentieren. Der Besuch der Finissage findet unter den aktuell geltenden Hygieneschutz-Vorschriften statt. Interessierte können sich per E-Mail an Juk-Haus@stadt.ahlen.de anmelden.

Ein besonderer Höhepunkt zum Abschluss der ersten Ferienwoche wartet zudem am Freitag, wenn es für 20 Teilnehmenden zum Movie-Park nach Bottrop-Kirchhellen geht. Diese Fahrt ist bereits ausgebucht.

von Von Martin Feldhaus

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