80 Einsatzkräfte im Kreis Warendorf unterwegs


Zoll, Polizei und Steuerfahndung waren im Kreis Warendorf unterwegs, um Hinweisen von illegalen Geschäften nachzugehen. Sie wurden fündig.

Behördenleiter Dr. Olaf Gericke (l.) und Martin Hanisch von der Stadt Beckum zusammen mit Polizei und Zoll.

Kreis Warendorf (gl) - „Dieser Einsatz macht deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit ist, um Kriminellen entgegenzuwirken“, so die Bilanz des Behördenleiters Dr. Olaf Gericke zum gemeinsamen kreisweiten Einsatz von Zoll, Ordnungsbehörden und Polizei mit mehr als 80 Kräften.

Baumängel und verbotswidriger Umgang mit Tabak

Fünf Objekte suchten die Sicherheitsbehörden zeitgleich auf. Zwei Shisha-Bars, ein Wettbüro und zwei Prostitutionsbetriebe. Für ein Objekt in Ahlen lag ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss wegen des Verdachts des illegalen Glückspiels vor. Dort stellten die polizeilichen Einsatzkräfte zwei illegale Glücksspielautomaten sicher.

Das Hauptaugenmerk in einer Shisha-Bar in Beckum lag bei Verstößen gegen die Abgabenordnung. Die Kräfte des Zolls und der Steuerfahndung stellten einen verbotswidrigen Umgang mit Tabak sowie der Kassenführung fest. Die Tabakbestände wurden sichergestellt. Des Weiteren entdeckten die Kräfte Hygiene- und ordnungsrechtliche Baumängel. Von Letzteren machte sich das Ordnungsamt der Stadt Beckum ein Bild, so dass der Betreiber zur Umsetzung der Maßnahmen aufgefordert wird. 

Hinweise auf illegale Prostitution

In Beckum gab es Hinweise auf illegale Prostitution in einem Mehrfamilienhaus. Für die Wohnung lag ein Durchsuchungsbeschluss vor. Vor Ort trafen die polizeilichen Einsatzkräfte acht Personen an und erlangten Beweise, dass es sich bei der Privatwohnung um einen nicht genehmigten Prostitutionsbetrieb handelt. Gegen die Beteiligten wurden Verfahren eingeleitet. 

Bei einer weiteren Kontrolle einer Privatwohnung in Warendorf ergaben sich für die Einsatzkräfte keine Hinweise, dass dort illegal der Prostitution nachgegangen wird. Bei der Überprüfung einer Warendorfer Shisha-Bar war die Kohlenmonoxidkonzentration zu hoch, was eine Messung durch zusätzlich hinzugezogene Kräfte der Feuerwehr bestätigte. Daher schloss das Ordnungsamt der Stadt Warendorf den Betrieb mit sofortiger Wirkung. 

Bei der Kontrolle durch den Zoll erhärtete sich der Verdacht auf abgabenrechtliche Verstöße. Auch hier wurden die aufgefundenen Tabakgebinde wegen des nicht ordnungsgemäßen Umgangs sichergestellt.

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