Abschlag für Strom und Gas leicht überprüfbar


Die Verbraucherzentrale im Kreis Warendorf bietet einen interaktiven Energiekosten-Rechner an, mit dem sich Rechnungen überprüfen lassen.

Mit dem interaktiven Energiekosten-Rechner der Verbraucherzentrale NRW lässt sich unkompliziert prüfen, ob die neuen Werte bei den Abschlagszahlungen der Energieversorger korrekt sind.

Kreis Warendorf / Ahlen (gl) - In den kommenden Monaten werden Haushalte mit deutlich höheren Energiekosten rechnen müssen. Besonders bei Gas können sich die Preise vervielfachen, weil nicht nur die Kosten für den Energieträger an sich deutlich gestiegen sind durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Hinzu kommt nun auch noch die Gas-Umlage, deren Höhe am Montag bekanntgegeben wurde.

Drei Dinge beachten

Sobald Energieversorger schriftlich über Abschlagserhöhungen informieren, fragen sich Verbraucher häufig, ob die neuen Werte korrekt sind. Mit dem interaktiven Energiekosten-Rechner der Verbraucherzentrale NRW lässt sich dies unkompliziert prüfen. 

Dabei sind drei Dinge zu beachten, erklärt Daniela Kreickmann, Verbraucherberaterin der Verbraucherzentrale im Kreis Warendorf. Hat der Energieversorger bereits schriftlich über die Erhöhung der Energiekosten informiert, sollte dazu der sogenannte Brutto-Preis je Kilowattstunde (kWh) zu finden sein. Dieser schließt Steuern und weitere Kosten ein und ist somit maßgeblich für die Höhe der Abrechnung. 

Brutto-Preis

Ist diese Angabe nicht vorhanden, ist es ratsam, sich direkt beim eigenen Energieversorger nach dem aktuellen Brutto-Preis zu erkundigen. Liegt der aktuelle Brutto-Preis je Kilowattstunde vor, benötigen Verbraucher noch den Jahresverbrauch. Dieser findet sich beispielsweise in der Jahresabrechnung des Vorjahres. Dazu kommt in vielen Tarifen noch ein Grundpreis und bei einigen wenigen Haushalten ein sogenanntes Messeentgelt. Beide Angaben finden sich ebenfalls in der letzten Jahresrechnung.

Liegen alle Daten vor, lassen sich die jährlichen Energiekosten und die korrekte Abschlagszahlung mit dem Energiepreis-Rechner ermitteln. Kündigt der Energieversorger höhere Abschlagszahlungen an, sollten Verbraucher diese prüfen.

Wenn der Abschlag nicht erhöht wird

Einige Anbieter erhöhen zwar den Preis, passen aber gleichzeitig nicht die Abschläge an. Dies kann bei der nächsten Jahresabrechnung zu hohen Nachzahlungen führen. Andere Anbieter verlangen überhöhte Abschläge, die trotz höherer Preise nicht notwendig sind. Verbraucher zahlen dann monatlich zu viel Geld.

Stellen betroffene Haushalte mit Hilfe des Energiepreis-Rechners fest, dass die neue Abschlagshöhe nicht korrekt ist, sollten sie sich an ihren Energieversorger wenden und eine Anpassung der Abschlagshöhe verlangen. Weitere Informationen und Links: Der Energiepreis-Rechner und weitere Informationen finden sich hier.

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