Unruhige Silvesternacht für Polizei im Kreis Warendorf


Die Polizei im Kreis Warendorf hatte keine ruhige Silvesternacht. Sie müsste insgesamt 95mal ausrücken.

Viel beschäftigt war die Polizei im Kreis Warendorf in der Silvesternacht.

Kreis Warendorf (gl) - Kreisweit beschäftigen 95 Einsätze die Polizei zwischen Silvesterabend, 18.00 Uhr, und Neujahr, 6 Uhr. Darunter Ruhestörungen, Brände, Streitigkeiten und Körperverletzungen sowie dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Im Vergleich hatten die Einsatzkräfte mehr zu tun als in den vergangenen Jahren (2020/2021 - 70 Einsätze, 2019/2020 - relativ ruhige Nacht, 2018/2019 - 80 Einsätze).

Brände noch vor Mitternacht

Gegen 22 Uhr kam es zu einem Mülltonnenbrand an der Straße Weitkamp in Rinkerode. Dort besteht der Verdacht, dass Randalierer brennende Feuerwerkskörper in das Gefäß warfen und dieses Feuer fing. Der Brand wurde durch Kräfte der Feuerwehr gelöscht.

Gegen 0.20 Uhr erreichte die Polizei die Information, dass eine Hecke an der Ewringmannstraße in Warendorf brennt. Durch das rechtzeitige Einschreiten der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Wintergarten verhindert werden. In Sendenhorst brannte gegen 3.30 Uhr ein Gartenhaus am Holunderweg. Das Objekt brannte vollständig aus und es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Auch dort waren Kräfte der Feuerwehr im Einsatz, um das Feuer zu löschen. In allen drei Fällen hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Alkoholisierter Fahrer in Oelde unterwegs

Um 23.20 Uhr fuhr ein 24-Jähriger mit seinem Wagen auf das Auto eines 43-jährigen Warendorfers auf, als dieser wegen einer roten Ampel an der Warendorfer Straße in Oelde halten musste. Da der Oelder deutlich alkoholisiert war, ließen die Polizisten ihm eine Blutprobe entnehmen. Des Weiteren stellten die Beamten seinen Führerschein sicher und untersagten dem 24-Jährigen die weitere Nutzung von Kraftfahrzeugen. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro.

Scheiben an Schulgebäude beschädigt

Gegen 2.15 Uhr wurden Einsatzkräfte zum Schulgelände an der Johann-Hinrich-Wichern-Straße in Sassenberg gerufen. Dort waren mehrere Personen vor Ort und es kam zu mindestens zwei Taten. Geschädigt wurden ein 21-jähriger Sassenberger und ein 16-jähriger Ennigerloher. Tatverdächtig sind ein 19-jähriger Warendorfer und ein 24-Jähriger aus Georgsmarienhütte. Am Neujahrsmorgen entdeckte der Hausmeister am Schulgebäude mehrere eingeschlagene Fensterscheiben. Inwieweit die in der Nacht angetroffenen Personen etwas damit zu tun haben könnten, ist noch unklar.

Schlägerei mit mehreren Personen

Für Neubeckum wurde gegen 3.45 Uhr eine Schlägerei mehrerer Personen am Bahnhof in Neubeckum gemeldet. Drei junge Männer, 18 und 20 Jahre alt, wurden von mehreren Personen angegriffen. Dabei soll einer mit einem Baseballschläger zugeschlagen haben. Bei seiner Flucht dürfte er noch auf die Frontscheibe eines Wagens an der Mauerstraße eingeschlagen haben. Die Ermittlungen zu den Personen sowie dem Geschehen dauern an. Eine Person wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Personen mit Schreckschusspistolen verletzt

Auf dem Mühlenweg in Oelde war ein 19-Jähriger auf seinem Fahrrad unterwegs. Als er an einer Gruppe vorbeifuhr, schoss jemand in Höhe seines Ohrs mit einer Schreckschusspistole. Durch den Knall wurde der Oelder verletzt. Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen liegen vor. Kurz nach Mitternacht informierte ein Mann die Leitstelle, dass vor einer Bar an der Hühlstraße in Beckum ebenfalls mit einer Schreckschusswaffe geschossen worden sei. Die Polizei war mit mehreren Einsatzkräften dort und fand mehrere abgefeuerte Kartuschen im Eingangsbereich der Bar. Die Beamten durchsuchten mit Einverständnis des Inhabers die Räume nach der Waffe, wurden aber nicht fündig. Die Polizisten stellten die Personalien der Anwesenden im Alter zwischen 18 und 50 Jahren fest und leiteten ein Ermittlungsverfahren ein.

Verbotenes Einhandmesser sichergestellt

In Ostbevern kontrollierte der Sicherheitsdienst gegen 22.45 Uhr Jugendliche, die auf sich auf dem Dach eines Schulgebäudes an der Schulstraße aufhielten. Da die drei keine Ausweise dabei hatten, wurde die Polizei hinzugezogen. Die Beamten durchsuchten die Personen und fanden bei einem 15-Jährigen ein verbotenes Einhandmesser. Dieses stellten die Polizisten sicher, leiteten gegen den Ostbeveraner ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz ein und informierten die Erziehungsberechtigte des 15-Jährigen.

Sachbeschädigungen in Ahlen und Beckum

In Ahlen stellten Anwohner des Bürgermeister-Corneli-Rings am Neujahrsmorgen zwei beschädigte Autos fest. An der Twieluchtstraße in Dolberg traten Randalierer in der Nacht an mehreren Autos Außenspiegel ab. Und an der Penzberger Straße wurden mehrere Briefkästen eines Mehrfamilienhauses durch gezündete Böller beschädigt. 

In Beckum rissen Personen am Everkeweg ein Verkehrszeichen samt Betonfuß aus der Verankerung und an der Stromberger Straße setzen Polizisten einen Gullideckel wieder ein, der scheinbar herausgehoben worden war. 

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