Beckumer Anschläge - Der Wochenrückblick


Beckum (mag/cd) - Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer kann von sich behaupten, eine klare Meinung zum Thema „Luftreinigungsgeräte an Schulen“ zu haben? Wer kann nach Auswertung aller wissenschaftlichen Studien voller Überzeugung sagen, dass die Anschaffung sinnvoll oder eben unnötig ist?

Keine Luftreiniger für Beckumer Klassen. Vielleicht gibt es ja zumindest außer einer Kohlendioxid-Ampel noch eine abgespeckte Version. Karikatur: Schwarze-Blanke

Und zuletzt: Wer hat den Mut, diese Entscheidung für ganz Beckum zu treffen und damit eine gehörige Portion Verantwortung zu übernehmen? Mit diesen Fragen ist das Dilemma um die Debatte in der Sondersitzung des Schulausschusses am Mittwochabend skizziert. 

Hadern mit der Landesregierung

Man muss einfach ehrlich zu sich selbst sein: Es war eine komplexe Materie, in die sich die Kommunalpolitiker einarbeiten mussten. Verständlich, dass manch einer mit der NRW-Landesregierung haderte, die zu wenig Orientierung und Richtlinien mit auf den Weg gegeben hatte. Und verständlich auch, dass die Debatte mitunter emotional geführt wurde. 

Auch wenn mal ein Vergleich hinkte und die ein oder andere Einordnung wissenschaftlicher Fakten in die Irre führte – das Engagement und der Einsatz aller Fraktionen waren beachtlich. Wenn jetzt auch noch Kohlendioxid-Ampeln angeschafft werden, war die Sondersitzung nicht umsonst. 

Inzidenz steigt und steigt

Dass etwas getan werden muss, um den Schulbetrieb zu gewährleisten, wird spätestens beim Blick auf die Infektionszahlen klar. 127,7 beträgt die örtliche 7-Tage-Inzidenz am Freitag. 15 Neuinfektionen sind dazu gekommen. Größere Ausbrüche, etwa in Unternehmen seien nicht dabei, informiert der Kreis noch am Donnerstag. 

Vielmehr seien es ganze Familien die sich anstecken. Dazu rund ein Drittel Reiserückkehrer. Auch mit dem vollständigen Impfschutz können einem diese Zahlen sorgen bereiten. Schließlich sind auch acht der Infizierten bereits vollständig immunisiert und infizierten sich trotzdem. Also bleibt einem wohl nichts weiter übrig, als weiter fleißig Maske zu tragen, sich die Hände zu waschen und Abstand zu halten. So nervig es auch sein mag.

Apropos genervt: Das dürften auch die örtlichen Kreditinstitute sein. Sowohl Volksbank als auch Sparkasse waren jüngst von der Sprengung einer ihrer Geldautomaten betroffen. Die Schäden sind beträchtlich

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.