Beckumer Karneval findet mit 2G-Regel statt 



[Aktualisiert] Der Beckumer Karneval soll dem Coronavirus kein zweites Mal zum Opfer fallen. Daher werden in der kommenden Session strenge Regeln gelten

Der Beckumer Karneval soll dem Coronavirus kein zweites Mal zum Opfer fallen. Der Beirat der Beckumer Karnevalsdachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“ hat sich auf seiner gestrigen Sitzung für eine Durchführung der anstehenden Session ausgesprochen. Foto: Biefang

Beckum (gl/cd) - Die 23 Beckumer Karnevalsgesellschaften und die Dachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“ ziehen in dieser wichtigen Frage an einem Strang: Nach dem coronabedingten kompletten Ausfall der Session 2021 soll jetzt in Beckum wieder der traditionelle Karneval gefeiert werden. Allerdings unter Einhaltung der 2G-Regel.

Sowohl die Galasitzungen und Feste in den Sälen der Stadt als auch der Straßenkarneval werden in der am 11.11. beginnenden närrischen Zeit in der Püttstadt wieder stattfinden. „Wir werden natürlich auch einen neuen Stadtprinzen proklamieren“, kündigte Präsident Wolfgang Krogmeier am Mittwochabend während der richtungsweisenden Versammlung im Kolpinghaus an.

KG „Altes Blaues Viertel“ übernimmt

Die neue Tollität wird die Nachfolge von (Doppel-)Stadtprinz Thomas II. (Kleinekemper) antreten und nach einer Warteschleife von einem Jahr mit seinem Hofmarschall und dem Stadtelferrat aus den Reihen der KG „Altes Blaues Viertel“ die Regentschaft übernehmen.

Krogmeier erläuterte den Delegierten der 23 Karnevalsgesellschaften und der Vorbereitungsgremien zunächst die Ergebnisse der am Vortag mit den Verantwortlichen der Beckumer Stadtverwaltung geführten Gespräche. Ergebnis: Bei klarer Einhaltung aller Corona-Bestimmungen ist das Feiern der Karnevalssession in bewährter Form möglich.

Karneval nur über 2G

Umgesetzt werden müssen allerdings die G-Regeln. Und auch da sind sich Stadt und Karnevalisten einig: Im Beckumer Karneval soll die 2G-Regel angewandt werden, wonach nur Geimpfte und Genesene an den Veranstaltungen teilnehmen können. Dass während der Session die dann jeweils gültigen Corona-Bestimmungen eingehalten werden, steht für die Karnevalisten außer Frage.

Mit Blick auf den Saalkarneval machten alle Gesellschaften deutlich, dass sie ihre Galasitzungen und Feste nach der einjährigen Pause wieder feiern wollen, wobei drei KGs aufgrund der besonderen Lage ausnahmsweise auf eine Proklamation verzichten wollen. 

Entscheidung zum Kinderkarneval steht noch aus

Inwieweit die Veranstaltungen des Kinderkarnevals durchgeführt werden können, darüber will man Ende Oktober noch einmal beraten. Beim Straßenkarneval setzt die Dachgesellschaft sowohl auf den Rosenmontagszug als auch den Weiberkarneval, die Stadtübergabe am Sonntag und den Prinzenabschied am Klingeldienstag. Gestartet wird bereits am 11.11. mit dem traditionellen Prinzenabschied und Start in die neue Session.

Die Entscheidung für die 2G-Regel war schnell getroffen. „Denn mit 2G kann der Saalkarneval wie gewohnt stattfinden“, sagt Krogmeier. „Hätten wir uns für 3G entschieden, hätten wir mit Maskenpflicht und einer Personenbegrenzung in den Sälen planen müssen“, weiß der Dachgesellschaftspräsident. Mit 2G könne man ohne Auflagen feiern – außer der zusätzlichen Impfpasskontrolle am Eingang.

Stichprobenartige Kontrollen

Die 2G-Regel gilt beim Straßenkarneval für Besucher und Teilnehmer. „Stand jetzt sind stichprobenartige Kontrollen geplant“, erklärt Krogmeier.

Die Gesellschaften werden jetzt die konkreten Planungen nach vorne bringen. Die Corona-Situation wird man dabei im Blick behalten. Dazu wird auch der Beirat Ende Oktober noch einmal zu einer außerordentlichen Tagung zusammenkommen. Derweil überwiegt bei Präsident Wolfgang Krogmeier die Vorfreude. „Es ist wichtig, dass wieder Aktionen gestartet werden. Einer muss den Anfang machen und das Restrisiko tragen“, sagt Krogmeier.

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