Beckumer Weihnachtsmarkt unter besonderen Vorzeichen



War es das schlechte Wetter? Oder doch die Angst vor dem Corona-Virus? Bei der Weihnachtsmarkt-Eröffnung in Beckum war eher wenig los.

Holzdeko vom Feinsten: Stephanie Räcker aus Neubeckum schaffte mit ihren Werken eine stimmungsvolle Atmosphäre auf dem Beckumer Weihnachtsmarkt. Die Besucherzahl hielt sich insgesamt jedoch am Freitagabend bei Regen in Grenzen. Foto: Biefang

Beckum (mag) - Nie hat eine Weihnachtsmarkt-Eröffnung kreisweit so hohe Wellen geschlagen. Nach den Absagen in Oelde und Warendorf stehen Budendorf und Bühnenprogramm in Beckum im doppelten Sinne im Rampenlicht. Kein Wunder also, dass Bürgermeister Michael Gerdhenrich das Thema Corona am Freitag um 18 Uhr in den Mittelpunkt seiner Rede rückte. 

Entscheidung ist schwergefallen

Eins stellte Beckums erster Bürger bewusst an den Anfang: „Ich bin sehr froh, dass wir den Markt in diesem Jahr unter Anwendung der 2G-Regel ausrichten können.“ Um gleich darauf jedoch auf die schwere Entscheidungsfindung hinzuweisen. Michael Gerdhenrich untermauerte diese mit Verweis auf die Sicherheitsmaßnahmen und die Coronaschutzverordnung. Er sei sicher, dass der Ansatz der Stadt Beckum dank eines überzeugenden Hygienekonzepts und engmaschiger Kontrollen aufgehe. Der Zugang sei durch den Nachweis und die Bändchen-Ausgabe etwas aufwändiger. „Aber nur so können wir einen sicheren Rahmen schaffen. Zudem empfehlen wir das Tragen von Masken auf den Märkten“, so der Bürgermeister. 

Eher wenige Besucher

Um 17 Uhr öffneten die Buden. War es das verregnete Wetter oder doch die Angst vor Corona? Jedenfalls war die Besucherzahl des Weihnachtsmarktes kurz vor der offiziellen Eröffnung um 17.45 Uhr eher überschaubar. „Der Beginn verläuft schleppender als in normalen Zeiten“, meinte Silvia Striethorst, die an ihrem Stand Gebasteltes und Deko verkaufte. Viele Bürger hätten wohl Angst, schätzte sie die Lage ein. „Das merkt man“, brachte sie es auf den Punkt. Bleibt die Hoffnung auf einen besser besuchten Samstag. 

Kontrollbänder-Vergabe funktioniert

Zum 22. Mal boten Christa und Gerd Eustermann Handarbeiten, Socken, Schals und vieles mehr an. „Wir haben erst überlegt, ob wir mitmachen. Doch wir sind geimpft, halten in der Bude Abstand und tragen außerhalb eine Maske“, berichtete Christa Eustermann. Nur einige Meter entfernt verteilte Tim Tigges 2G-Kontrollbänder. „Alle kommen zuverlässig vorbei“, war sein positives Fazit gegen 18 Uhr.

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