Haftbefehl erlassen nach Explosion in Neubeckum


Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus ermittelt eine Mordkommission. Der Beschuldigte soll in ein Justizvollzugskrankenhaus überstellt werden.

Die betroffene Wohnung in Neubeckum wurde nach der Explosion in der Nacht auf Samstag total verwüstet.

Neubeckum (gl/gh) - Nachdem es in der Nacht von Freitag auf Samstag in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Dresdener Straße in Neubeckum zu der Explosion gekommen war, hat eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster die weiteren Ermittlungen übernommen.

Haftbefehl erlassen

Als dringend tatverdächtig gilt nach bisherigen Erkenntnissen der 48-jährige Bewohner dieser Wohnung, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Münster am Montag Haftbefehl gegen den 48-jährigen Tatverdächtigen unter anderem wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion erlassen. Der schwerverletzte Beschuldigte wird voraussichtlich noch heute (29. November) in ein Justizvollzugskrankenhaus überstellt.

Nach aktuellen Erkenntnissen der ermittelnden Mordkommission seien in der Wohnung des 48-Jährigen mehrere Campinggaskartuschen sowie eine Propangasflasche aufgefunden worden, deren Inhalt der Beschuldigte entzündet haben soll.

Haus nach Explosion unbewohnbar

Zur Zeit der Explosion befanden sich außer dem Tatverdächtigen noch neun weitere Personen in dem betroffenen Wohnhaus. Das gesamte Mehrfamilienhaus in der Dresdener Straße wurde durch die Explosion unbewohnbar. Noch stehe nicht fest, wann die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren können, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft Münster und der Polizei Münster.

Der 48-Jährige äußerte sich bisher nicht zu den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen. „Wir gehen jedoch ersten Hinweisen nach, dass der Tatverdächtige die Explosion möglicherweise in suizidaler Absicht herbeigeführt haben könnte“, erläutert Thomas Götze, Leiter der Mordkommission. Die Ermittlungen dauern an.

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