Mauerreste halten K+K-Neubau in Neubeckum auf



Baustopp statt zeitiger Fertigstellung: Der neue K+K-Markt in Neubeckum wird frühestens in sechseinhalb Monaten seine Pforten öffnen.

Der Schein trügt: Noch ist keine neue Einzelhandelsfiliale an der Bahnlinie in Neubeckum entstanden. Das Gelände für den K+K-Neubau (im Hintergrund) bereitet unerwartete Schwierigkeiten. Foto: Clauser

Neubeckum (jew) - Eigentlich sollte er in einem Monat fertiggestellt sein, doch seit Wochen herrscht an der Hauptstraße/Ennigerloher Straße in Neubeckum Baustopp. Bis die Neubeckumer im neuen K+K-Markt einkaufen können, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Als der alte Markt abgerissen war, kamen alte, etwa 60 Zentimeter dicke Mauerreste zum Vorschein. Die müssen nun zuerst abgetragen, und der Boden komplett neu hergestellt werden. Das kostet Zeit.

Vernünftiger Baugrund muss hergestellt werden

 „Man hat damals alles reingekippt, was reinzukippen war“, sagt Hans Joachim Ahuis, Expansionsmanagement und Immobilien K+K Nord, im Gespräch mit der „Glocke“. Nun gelte es, einen vernünftigen Baugrund herzustellen. „Wir bauen nicht auf altem Mauerwerk. Wir sind angehalten, guten Baugrund zu schaffen“, erklärt er. 

Mutterboden unter Mauerwerk

Ohnehin sei der Boden, wie man ihn nach dem Abriss vorgefunden habe, für einen Neubau gar nicht zulässig gewesen, erläutert Ahuis. So habe man unter dem Mauerwerk Mutterboden entdeckt – ein Untergrund, der für ein Gebäude des geplanten Ausmaßes – der Supermarkt soll 1500 Quadratmeter groß werden – absolut nicht geeignet ist. Auch wenn der ein oder andere Neubeckumer sich gewundert haben mag, warum die Baustelle so lange stillstand, betont Ahuis, dass dieser Fall nicht spektakulär sei, und man keine giftigen Stoffe oder ähnliches gefunden habe. „Das ist eine reine bautechnische Sache“, sagt er. 

Bauarbeiten gehen weiter

Derzeit seien zwei Gutachter damit beschäftigt, den Baugrund zu analysieren. Bereits in der kommenden, allerspätestens in der darauffolgenden Woche, soll es auf der Baustelle weitergehen, sagt Ahuis. Dann gelte es, den Untergrund komplett gegen Füllboden auszutauschen. Dabei ist vorgesehen, einen Teil des alten Materials zu sieben und zur Gründung des Gebäudes wiederzuverwenden. Der Rest werde abgefahren und fachgerecht entsorgt, betont Ahuis. Die neue Tragschicht besteht dann aus Naturstein-Schotter, auf den das Fundament betoniert wird, auf dem schließlich der Hochbau errichtet wird. 

Fertigstellung in sechseinhalb Monaten

Und wann öffnet der neue K+K-Markt seine Pforten? Hans Joachim Ahuis wagt eine Prognose: In etwa sechseinhalb Monaten soll der Bau fertiggestellt sein. Die Mitarbeiter, die im alten Markt gearbeitet haben, wurden auf andere Filialen verteilt. Mit der Neueröffnung würden diese wieder an ihren alten Arbeitsort zurückkehren, sagt Ahuis.

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