Beckums Pfadfinder suchen nach alten Handys


„In jedem Haushalt liegen durchschnittlich acht ausgediente Handys in der Schublade“, weiß Pfadfinder Jürgen Wessel. Jetzt werden sie eingesammelt.

Beckums Bürgermeister Michael Gerdhenrich nutzte die Gelegenheit, neun veraltete Diensthandys zu spenden. Das Foto zeigt (v. l.) Fabian Markmeier, Bürgermeister Michael Gerdhenrich, Till Stehmann, Jürgen Wessel und Kai Wiechmann.

Beckum (gl) - Schließlich enthalten Handys wertvolle Rohstoffe. Neben Kunststoff bestehen sie aus Kupfer, Silber, Gold und seltenen Erden. Gemeinsam mit den jugendlichen Pfadfindern Till Stehmann, Fabian Markmeier und Kai Wiechmann stellte Wessel die Sammelaktion vor.

Vor zwei Jahren Spitzenreiter in NRW

Vor zwei Jahren hatten die Beckumer Pfadfinder bereits rund 800 Handys gesammelt und hatten damit zu den Spitzenreitern in NRW gehört. Auch für die zweite Runde hofft Wessel auf große Resonanz. „Im Kongo finden sich die Chemikalien aus der Produktion für unsere Handys in der Landschaft. Wir möchten dafür sensibilisieren und zugleich mit den Spenden notleidenden Familien helfen“, so Wessel weiter.

Die Pfadfinder machen es den Althandybesitzern leicht: Ab in die Tüte mit dem ausgedienten Handy, zum Recycling geben und Gutes tun. Der Erlös geht an die „Aktion Schutzengel“ der „missio“ für Familien in Not und damit unter anderem an Familien im Kongo. 

Daten werden gelöscht

Die Daten werden zuvor durch eine Fachfirma gelöscht. Gut erhaltene Handys werden weiterverkauft, die anderen von Gold, Silber und Kupfer getrennt und schließlich geschreddert.

Und so nutzte auch Beckums Bürgermeister gerne die Gelegenheit, neun veraltete Diensthandys zu spenden. Die Handysammelboxen stehen in den nächsten Wochen in Beckum auf dem Wochenmarkt, bei Anton Holtmann, in der Propsteikirche St. Stephanus und in der Bücherei sowie in Roland an der Tankstelle.

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