260 Beelener schnüren diesmal ihre Wanderschuhe


Beelen (wie). Wenn beim Volkswandertag plötzlich eine Steigerungsrate von mehr als 160 Prozent  zu verzeichnen ist, dann freuen sich die Organisatoren.

Die Walkingabteilung des Sportvereins wanderte diesmal in Gemeinschaft. Mit ihren blauen T-Shirts setzten die Teilnehmer einen farbigen Akzent. Foto: Wiengarten

Vor zwei Jahren schnürten gut 100 Beelener ihre Wanderschuhe, diesmal warenmehr als 260 Teilnehmer zu verzeichnen. 

DRK-Ortsverein kocht für Wanderer

Da reichte die Erbsensuppe, zubereitet vom DRK-Ortsverein, am Ende nicht aus, obwohl die Köche schon über die angeforderte Menge hinaus zusätzliche Portionen im Kochtopf hatten. Den scherzhaft gemeinten Vorschlag eines Wanderers, die Suppe mit Hilfe von Wasser und Maggi zu strecken, lehnte Jens Amsbeck rundweg ab. 

Auch der ansonsten bereitwillig ausgeschenkte „Nachschlag“ blieb den Wanderfreunden diesmal verwehrt. Aber es gab ja noch Bratwurst und Pommes, obwohl auch diese spontan nachgeholt werden mussten. Bestes Wanderwetter war den Beelenern beschert worden. 

Gemeinschaftserlebnis steht im Vordergrund

Auf die beiden zur Auswahl ausgeschilderten Strecken wurden sie von Mary Seggelmann geschickt. Sie ersetzte Werner Uekötter, der diese Aufgabe seit Jahrzehnten wahrnahm, aber viel zu früh verstorben ist. Und dann konnten die Teilnehmer einfach nur genießen. 

Wandern, das bedeutete für sie Natur, Luft, Bewegung, Genuss, Freude, Seelenruhe, Glück und Familienzeit. Menschen, die die Natur lieben und sie schätzen und schützen, Junge und Ältere, Familien und Singles, Wanderprofis und Wanderanfänger, Sportler und Ruhesuchende, sie alle waren gemeinschaftlich unterwegs. 

Spende geht an die Flutopfer

Die Strecken waren vorbildlich ausgezeichnet, an drei Posten gab es Erfrischungsgetränke. Zum ersten Mal nahm Bernhard Hartmann am Volkswandertag teil, obwohl er eine Nacht mit nur wenig Schlaf hinter sich hatte, merkte er lachend an. 

Er freute sich über die rege Beteiligung, obwohl der Chef des gleichnamigen Möbelwerkes demnächst etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Er hatte nämlich versprochen, dass er pro gelaufenem Kilometer zwei Euro für die Opfer der Flutkatastrophe spenden wolle.

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