Außergewöhnliche Menschen testen Boule in Beelen


Der französische Nationalsport Boule erfreut sich in Beelen großer Beliebtheit. Jetzt hat auch die Gruppe „Amigo“ das Spiel für sich entdeckt.

Vollen Einsatz zeigten die Mitglieder der Amigogruppe bei ihrem Treffen auf dem Gelände des Bouleclubs. Hier wirft gerade Heiner Reckordt seine Kugel. Foto: Wiengarten

Beelen (wie) - Die Mitglieder des Bouleclubs „Spielfreunde Beelen“ trainieren schon seit einiger Zeit wieder mit dem Ziel, so viele Kugeln so nah wie möglich an der Zielkugel, „Schweinchen“ genannt, zu platzieren. Nach corona-bedingter Spielpause soll die Saison nun wieder gestartet werden. Und das auch noch auf einem frisch renovierten Vereinsgelände. Wie berichtet, wurde das Areal behindertengerecht umgebaut.

Diese Nachricht erreichte auch die „Amigos“, eine lose Vereinigung von Menschen mit und ohne Handicap. Die Gruppe buchstabiert das spanische Wort Amigo (Freundin / Freund) so: „Außergewöhnliche Menschen in Gemeinschaft organisiert“. Dass die französische Kugelsportart bestens geeignet ist, um die Begegnung von Menschen zu fördern, darin waren sich alle einig. „Wir finden die neue Anlage super. Selbst Menschen im Rollstuhl können teilnehmen“, freuten sich die Amigos. Sie selbst zeigten nach einigen Versuchen durchaus ein gewisses Talent für den Sport. Zunächst wurden die Kugeln zu forsch geworfen, dann wieder zu lasch, mal traute man sich viel, im Gegenzug zu wenig zu, irgendwie ist das Spiel mit den Kugeln vielleicht auch ein Training fürs alltägliche Leben.

Die Amigos überlegen nun, ob sie neben den Treffen im Pfarrheim auch einige Termine auf dem Gelände des Bouleclubs verbringen sollten. Sie fühlen sich dort gut aufgehoben, der Bouleclub ist gastfreundlich und hat ja auch öffentliche Gelder für den Umbau des Geländes erhalten.

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