Beelen: Für Sicherheit werden Verkehrshelfer gesucht


Dass die Kinder in Beelen behütet zur Grundschule kommen können, dafür sorgen seit Jahr und Tag so genannte Verkehrshelfer.

Stark frequentiert von Schülerinnen und Schülern ist stets der Übergang an der katholischen Pfarrkirche beziehungsweise Villers-Ecalles-Platz. Viele Kinder fahren mit dem Scooter zur Schule. Foto: Wiengarten

Beelen (wie) - Sie stehen mit ihren knallgelben Warnwesten und einer roten Kelle mit weißem Rand an allen Schultagen – da kann es regnen, stürmen oder schneien, an der Kreuzung in Höhe der Pfarrkirche. Nicht nur ab 7.30 Uhr in der Früh, sondern auch zu anderen Zeiten, vor allem wenn die jüngsten Schülerinnen und Schüler Unterrichtsschluss haben.

In Beelen verrichten derzeit gut 20 Mütter, Väter und Rentner diesen Dienst. Zu Beginn einer Schuljahres kommt immer etwas Bewegung ins Team. Einige Verkehrshelfer scheiden aus, andere kommen neu hinzu. In diesem Jahr hat sich allerdings von den Eltern der Erstklässler nur eine Mutter bereit erklärt, die Aufgabe zu übernehmen. So hat der Einsatzplan derzeit Lücken. Wer sich im Dienst dieser guten Sache stellen möchte, sollte Kontakt mit der Schule (Konrektorin Karin Kortenjann) aufnehmen. Von Ausnahmen abgesehen, nehmen die Erwachsenen einen Termin in der Woche wahr. Tag und Zeit bestimmen sie dabei selbst, und wenn mal etwas dazwischenkommt, sind sogenannte „Springer“ auch kurzfristig einsatzbereit. Gerne gesehen sind Rentnerinnen und Rentner, die eine halbe Stunde Zeit pro Woche „abzwacken“ können. Der Verkehrshelferdienst ist wichtig, denn zu den üblichen verkehrssichernden Maßnahmen im Straßenverkehr – wie zum Beispiel die Fußgängerampel – sind es die Lotsen, die durch ihr Auftreten und Erscheinungsbild signalisieren: Autofahrer aufgepasst, an dieser Stelle lauern besondere Gefahren.

Anfang der 90er-Jahre hat der Begriff „Verkehrshelfer“ den zuvor gängigen Ausdruck „Schülerlotse“ weitestgehend abgelöst. Die Einweisung der Verkehrshelfer erfolgt grundsätzlich durch die zuständigen Verkehrssicherheitsberater der Polizei. Die ersten Schülerlotsen, damals waren es wirklich die ältesten und zuverlässigsten Schüler, kamen in Beelen in den späten 60er-Jahren zum Einsatz.

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