Beelener Sternsinger sammeln mehr als 6600 Euro ein


Trotz Corona haben sich in Beelen die Sternsinger auf den Weg von Haus zu Haus gemacht. Sie wurden von den Bürgern freundlich empfangen.

Pater Johny freute sich über den königlichen Besuch in Person von (v. l.) Anton Tepe, Luis Lotz und Mats Nüßing. Zur Belohnung für den Einsatz gab es eine Geldspende und Süßigkeiten. Foto: Wiengarten

Beelen (wie) - Mit Abstand, Maske und Corona-Test statt Weihrauch, Myrrhe und Gold waren am Samstag die Sternsinger in der Axtbachgemeinde unterwegs. Sternsingen im Jahr 2022 lief anders, war aber möglich, trotz Corona. Rund 50 Kinder sammelten in 15 Gruppen Spenden für Kinder weltweit. Für die kleinen Königinnen und Könige galten dieses Jahr aber besondere Corona-Regeln. Um ein sicheres Sternsingen auch in Pandemiezeiten zu gewährleisten, setzten die Verantwortlichen auf ein gutes Hygienekonzept. Als nämlich die Sternsinger von Haus zu Haus zogen, durften sie zwar den Segen aussprechen: „Christus segne dieses Haus“, aber singen war nicht erlaubt. 

Engagement für Kinder in Not

1959 wurde die Aktion Dreikönigssingen erstmals gestartet. Inzwischen ist sie die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Und die Menschen in Beelen freuten sich über den Besuch der kleinen Könige – meistens jedenfalls. Sie ließen gern sich und ihre Wohnungen segnen. 

Freude über gute Beteiligung

Den Segen hatten die Teilnehmer zuvor von Pater Johnykutty Zacharias in der Kirche empfangen. Der Priester freute sich über die gute Beteiligung an der Aktion und wünschte den Sternsingern einen guten Weg und ein gutes Miteinander. Begleitet wurden die Gruppen oft von Erwachsenen, die teilweise auch als königliche Chauffeure dienten. Die Segensformel C+M+B sowie die Jahreszahl 2022 wurden per Kreide oder Aufkleber an die Haustüren geschrieben oder angebracht. Die drei Buchstaben stehen nicht nur für die Anfangsbuchstaben der Weisen aus dem Morgenland, sondern auch für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus). 

Sammelbüchsen im Pfarrheim abgeliefert

Am Abend konnten die Kinder dann die stolze Summe von knapp über 6600 Euro zählen. Dazu hatten die Beelener auch gerne noch Süßigkeiten für die engagierten Königinnen und Könige übrig. Im Pfarrheim waren den ganzen Tag über Gisela Kohkemper und Martin Wiengarten zu erreichen. Sonst kamen die Sternsinger um die Mittagszeit ins Pfarrheim, um sich mit einem warmen Essen zu stärken. Das war diesmal nicht möglich. Auch die Sammelbüchse mit den Spenden wurde früher oft gemeinsam gezählt, diesmal kam nur eine Person, um das Geld abzuliefern. Gleichwohl waren die Sternsinger richtig stolz, denn das Ergebnis ihres Engagements konnte sich wahrlich sehen lassen.

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