„Bullemänner“ kennen sich aus im Dorf



Beelen (wie) -„Ochottochott“ heißt das aktuelle Programm der „Bullemänner“, die am Samstag auf Einladung des Kulturkreises in der Von-Galen-Hauptschule gastierten. Was Augustin Upmann und Heinz Weißenberg zu bieten hatten, war Ethno-Kabarett der Spitzenklasse.

Die „Bullemänner“ alias Augustin Upmann und Heinz Weißenberg gaben in Beelen mehr als eine Kostprobe ihres Könnens ab.

Beelen (wie) -„Ochottochott“ heißt das aktuelle Programm der „Bullemänner“, die am Samstag auf Einladung des Kulturkreises in der Beelener Von-Galen-Hauptschule gastierten. Was Augustin Upmann und Heinz Weißenberg, alias Heini Stertkötter und August Laukemper zu bieten hatten, war Ethno-Kabarett der Spitzenklasse. Erstmals mit dabei war ein weiblicher „Bullemann“ mit Namen Svetlana Svoroba, eine gebürtige Ukrainerin.

Die deftige Truppe hat durch die zarte Verstärkung viel gewonnen. Überhaupt war es am Samstag wohl die stärkste Vorstellung, die Heinz Weißenberg und Augustin Upmann je in Beelen boten. Die „Bullemänner“ nahmen die Westfalen aufs Korn, hielten ihnen ohne Gnade den Spiegel vor („die feiern eine leere Vogelstange“) und das immer mit einem verschmitzten Lächeln und einem Funkeln in den Augen. Die Kabarettisten hatten sich aber auch über Beelen informiert. So wussten sie vom Bahnübergang an der Letter Straße, der mit einem Flatterband gesichert wird, von der geplanten Umgehungsstraße („was muss denn in Beelen umgangen werden?“) und von der bevorstehenden Romfahrt. Tönne Vormann, so erfuhren die Beelener, sei der Johnny Cash des Münsterlandes.

Ferner wurde die „Apotheken-Rundschau“ zur „Rentner-Bravo“ und Lebensgefährtinnen zu „Lebensendgefährtinnen“. Als Beispiel diente hier unter anderen Franz Müntefering. „Der Westfale ist schlagfertig – aber es dauert“, wussten die „Bullemänner“, und das Publikum hatte seine Liebe, Mühe und Not die Gags alle zu verarbeiten und dabei auch noch zu lachen. Augustin Upmann und Heinz Weißenberg schienen das geahnt zu haben, und so gab es denn auch „Gags to go“, also Witze zum Mitnehmen. Ein Höhepunkt des Programms war das Werbelied für „Hähnchen-Hubert“. Der Song von den Scorpions mit dem Titel „Wind of Change“ wurde zu „Wings of Change“. Erdbeerbauer Benedikt hatte es besonders hart erwischt, was seine jährlichen Eintragungen in sein Tagebuch bewiesen. Unsterblich verliebt war er in eine Polin u

nd überreichte ihr schließlich sogar einen Raps-Blumenstrauß. Mit den Zuschauern und Zuhörern hatten die „Bullemänner“ kein Erbarmen: Die Witze über das Leben in „Suchtrup“ und „Pröllenbeck“ folgten fast im Sekundentakt. Das Publikum bekam etliche Lachfalten mehr im Gesicht und am Ende sogar noch ein „Nappo“ als Betthupferl. Die „Bullemänner“ waren Klasse.

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